Zurückhaltung bei Pharmariese: Stada sieht wenig Potenzial bei Generika

Zurückhaltung bei Pharmariese
Stada sieht wenig Potenzial bei Generika

Wegen starker Engagements in der Region trifft Stada die Lage in Osteuropa hart, das Unternehmen dämpft seine Jahresziele – vor allem bei Generika. Doch in anderen Feldern wartet neues Potenzial.
  • 0

FrankfurtDer Arzneimittelhersteller Stada rechnet dieses Jahr nur mit schmalen Zuwachsen im Kerngeschäft mit Nachahmerarzneien. Für 2014 würden nur leichte Zuwächse bei Umsatz und bereinigtem operativen Gewinn (Ebitda) in der Generikasparte erwartet, teilte das Unternehmen am Donnerstag in seinem Geschäftsbericht 2013 mit. Im vergangenen Jahr setzte Stada aus Bad Vilbel bei Frankfurt 1,23 Milliarden Euro mit Nachahmerarzneien um. Der bereinigte operative Gewinn der Sparte sank unter anderem wegen schwacher Geschäfte in Deutschland um ein Prozent auf 214,3 Millionen Euro.

Besser soll es dagegen dieses Jahr im Geschäft mit Markenprodukten laufen. In dem Konzernbereich erwartet Stada-Chef Hartmut Retzlaff einen deutlichen Umsatzanstieg und einen ebenfalls deutlichen Ergebniszuwachs. 2013 setzte der Konzern, der durch Erkältungsmittel wie Grippostad und Ladival-Sonnencreme bekannt ist, mit Markenprodukten 708,5 Millionen Euro um – der bereinigte operative Sparten-Gewinn schnellte um 19 Prozent auf 225,1 Millionen Euro in die Höhe und übertrag somit das eigentliche Kerngeschäft.

Das hessische Unternehmen hatte vor wenigen Tagen wegen der Krim-Krise und dem Währungsverfall in Russland und in der Ukraine seine lange angepeilten Ziele für dieses Jahr gekippt. Gleichwohl erwartet der Vorstand nach Rekordwerten im vergangenen Jahr im Konzern leichte Steigerungen beim Umsatz, beim bereinigten operativen Gewinn (Ebitda) sowie beim bereinigten Überschuss.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Zurückhaltung bei Pharmariese: Stada sieht wenig Potenzial bei Generika"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%