Zusätzliche Jobs
Daimler baut Lkw-Produktion in USA aus

Trotz der lahmenden Konjunktur erwartet Daimler für seine Lastwagen in den USA weiter steigende Absätze. Weil die Lieferzeiten für etliche Fahrzeuge bis zu sechs Monate betragen, will der Konzern die Produktion ausbauen.
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StuttgartDer Nutzfahrzeughersteller Daimler baut in den USA seine Produktion aus und schafft neue Jobs. Im Lastwagenwerk der US-Marke Freightliner in Cleveland seien 1200 zusätzliche Stellen geplant, weil eine zweite Schicht eingeführt werde, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Stuttgart mit. Hintergrund sei die starke Nachfrage nach Lastwagen.

In Cleveland rollen schwere Nutzfahrzeuge vom Band. Ein geringer Teil der neuen Jobs - 100 Arbeitsplätze - soll im Komponenten- und Logistikwerk in Gastonia entstehen.

Daimler hat in den USA und in Mexiko in der Nutzfahrzeugsparte rund 18.000 Mitarbeiter und insgesamt acht Werke. Bis Ende November 2011 konnte die amerikanische Nutzfahrzeugtochter den Absatz in den USA und Kanada um knapp 55 Prozent auf 94.155 Fahrzeuge steigern.

„Das Transportaufkommen ist mittlerweile wieder auf dem Niveau vor der Krise und die Flotten, die in den vergangenen Jahren nicht erneuert wurden, werden sukzessive ersetzt“, berichtete der Lastwagenbauer. Davon profitierten vor allem Fahrzeuge, die im Fernverkehr eingesetzt werden. Für solche gebe es momentan Lieferfristen von bis zu sechs Monaten. Bereits 2011 hatte Daimler die Belegschaft um rund 3000 Mitarbeiter an verschiedenen Standorten in den USA und in Mexiko aufgestockt.

Der Konzern erwartet trotz abflauender Konjunktur im laufenden Jahr weiter steigende Lastwagenverkäufe. „Bis zum jetzigen Zeitpunkt rechnen wir für Daimler Trucks in 2012 mit einem erneuten weltweiten Absatzanstieg“, hatte Nutzfahrzeugvorstand Andreas Renschler Ende Dezember erklärt. Für Nordamerika und Japan prognostizierte er steigende Verkäufe, in Europa gebe es wegen der Finanz- und Schuldenkrisen Unsicherheiten.

Daimler baut in den USA auch Pkw. Mercedes-Benz hat seit 1997 ein Werk in Tuscaloosa. Außerdem wollen der Autobauer und die Allianz aus Renault und Nissan künftig in den USA gemeinsam Motoren bauen. Von 2014 an sollen im Nissan-Werk im US-Bundesstaat Tennessee Mercedes-Benz Vierzylinder-Benzinmotoren produziert werden.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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