Zusammenarbeit
Kartellamt stimmt Kooperation von Opel und Peugeot zu

Keine Einwände: Das Bundeskartellamt erlaubt die Allianz von GM und Peugeot. Die beiden Konzerne würden durch ihre Zusammenarbeit keine „marktbeherrschende Position“ einnehmen, hieß es.
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DüsseldorfIm Kampf gegen überbordende Kosten haben die strauchelnden Autohersteller Opel und Peugeot-Citroën eine wichtige Hürde genommen. Das Bundeskartellamt gab am Freitag grünes Licht für die Allianz der Opel-Mutter General Motors (GM) und dem französischen Autokonzern PSA. „Mit der strategischen Allianz geht eine gewisse Marktkonzentration einher“, sagte der Präsident des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt. Diese führe aber nicht zu einer marktbeherrschenden Position: „In den meisten Fahrzeugsegmenten verkaufen andere Hersteller sowohl in Deutschland als auch in Europa mehr Fahrzeuge.“

Die kriselnden Hersteller wollen ihren weltweiten Einkauf zusammenlegen und ihr Produktionsmaterial angleichen. Der im Frühjahr vorgelegte Plan sieht auch eine siebenprozentige Kapitalbeteiligung von GM an Peugeot vor. Erst am Mittwoch hatten die Hersteller mitgeteilt, dass sie zunächst vier Fahrzeugplattformen gemeinsam entwickeln werden. Die ersten Autos sollen bis Ende 2016 auf den Markt kommen. Ziel sind jährliche Einsparungen von zwei Milliarden Dollar (1,5 Mrd Euro) nach spätestens fünf Jahren.

Werbung, Marketing und Vertrieb sollen nicht zusammengelegt werden. Experten sind aber überzeugt, dass die Hersteller entgegen bisheriger Erklärungen künftig auch gemeinsam Autos bauen werden - wodurch weitere Werke überflüssig werden könnten. Selbst über eine Fusion wird spekuliert. Opel und PSA leiden massiv unter der Absatzkrise in Europa und teuren Überkapazitäten. Beide fahren hohe Verluste ein, PSA ist sogar auf Staatshilfen angewiesen.

Nach den vom Bundeskartellamt geprüften Plänen beabsichtigen GM und Peugeot auch künftig nicht, unter einer gemeinsamen Marke aufzutreten. Peugeot ist nach VW der zweitgrößte Automobilhersteller in Europa, GM folgt auf dem vierten Platz.

Nach den Angaben war die Bonner Behörde und nicht die Europäische Kommission für die Prüfung zuständig. Nach europäischem Kartellrecht sei nur der Erwerb der Kontrolle über ein anderes Unternehmen anmeldepflichtig.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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