Zusammenschluss mit PSA
Verkauf von Opel ist erklärtes Ziel von GM-Chefin Barra

Der Verkauf von Opel an PSA Peugeot Citroen ist das erklärte Ziel der GM-Chefin Mary Barra. Das erfuhr das Handelsblatt aus gut informierten Kreisen. Barra versuchte, die Opel-Mitarbeiter mit einem Brief zu beruhigen.
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GM-Chefin Mary Barra versucht der Belegschaft von Opel und Vauxhall einen Zusammenschluss mit dem französischen Rivalen PSA Peugeot Citroen schmackhaft zu machen. „Eine mögliche Transaktion würde es PSA und Opel Vauxhall ermöglichen, ihre sich ergänzenden Stärken noch mehr zur Geltung zu bringen und damit ihre künftige Wettbewerbsfähigkeit in einem sich rapide wandelnden europäischen Markt verbessern“, schrieb Barra in einem Brief an die Mitarbeiter. Mehr könne sie derzeit nicht sagen, weil die Gespräche noch nicht so weit fortgeschritten seien. General Motors (GM) werde aber sicherstellen, dass eine Transaktion im Interesse aller Beteiligten ausgestaltet werde. „Lassen sie sich bei ihrer wichtigen Arbeit hiervon nicht ablenken“, appellierte Barra an die Belegschaft.

Doch in Rüsselsheim herrscht große Aufregung. Die Verhandlungen sind nach Informationen des Handelsblatts schon weit gediehen. Barra habe den Verkauf von Opel als erklärtes Ziel der Gespräche bezeichnet, erfuhr das Handelsblatt aus gut informierten Kreisen. Man plane mit einer Übergangsfrist von sechs Monaten, um die Übertragung auf PSA abzuschließen.

Die Amerikaner haben bereits eine Kanzlei beauftragt, Vertragsdetails auszuarbeiten. Und Peugeot-Chef Carlos Tavares hat um einen Termin bei Kanzlerin Angela Merkel gebeten, um die Sorgen der Politik um den Standort Deutschland auszuräumen.

Bei der Vorstellung der GM-Geschäftszahlen hatte Barra dem Brexit die Schuld daran gegeben, dass das Europa-Geschäft mit Opel und Vauxhall anders als geplant immer noch rote Zahlen geschrieben habe. Der bevorstehende Austritt Großbritanniens aus der EU habe GM 300 Millionen Dollar gekostet. „Ohne den Brexit hätten wir unser Ziel eines ausgeglichenen Ergebnisses (bei GM Europe) erreicht.“ 2017 werde sich an der Ertragslage kaum etwas ändern. „Der Brexit ist eine Realität, und wir müssen handeln, um auf den Weg zu einem nachhaltigen Geschäft zurückzukehren – und das werden wir auch tun.“

Thomas Hanke
Thomas Hanke
Handelsblatt / Korrespondent in Paris
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Zusammenschluss mit PSA: Verkauf von Opel ist erklärtes Ziel von GM-Chefin Barra"

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  • Aber sicher ist der brexit schuld am Defizit Frau Barra- jahrelang schreibt Opel Verluste hatte Qualitätsprobleme ohne Ende und wurde durch amerikansische Manager runtergewirtschaftet Frau Barra, die zwar an Eliteschulen studiert haben aber wie Sie auch keine Ahnung vom europäischen Automobilmarkt haben, in den sechzigern war Opel eine grundsolide ertragreiche angesehene Firma bis eine Fehlentscheidung nach der anderen aus Detroit eintraf.
    Opel wäre schon längst in den schwarzen Zahlen hätte man die Marke für die USA und den Weltmarkt zugelassen!!! Jetzt soll wieder Mal der Steuerzahler für Leute wie Frau Barra geradestehen , die Ihren job nicht gemacht haben!
    Von Managerinnen wie Frau Barra brauchen wir unbedingt noch mehr!

  • Aus buchhalterischer Sicht ist es nach zu vollziehen dass der Mutterkonzern GM die defizitäre Tochter Opel los zu werden sucht. Aber genau da liegt das Problem bei den meisten Führungskräften in der Automobilindustrie. Das totale nicht Vorhandensein von Produktverständnis und damit der Einschätzung für die zukünftige Marktbedürfnisse und Entwicklung.

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