Zusammenschluss mit VW
Porsche-Eignerfamilien setzen Zeichen

Die Familien Porsche und Piech bekennen sich zum Zusammengehen von Volkswagen und Porsche: Die Familiengesellschafter der Porsche Holding Salzburg haben am Mittwoch dem schon lange geplanten Verkauf von Europas größtem Autohändler zugestimmt.
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HB WOLFSBURG. Volkswagen kommt bei der Integration des Sportwagenbauers Porsche voran. Wie bereits vor einem Jahr vereinbart, kauft Europas größter Autokonzern nun die Porsche Holding in Salzburg - ein internationaler Fahrzeughändler, der je zur Hälfte den Familien Porsche und Piëch gehört. Die Familiengesellschafter der Holding hätten dem Schritt am Mittwoch zugestimmt, teilte VW mit. Die Übertragung der Gesellschaft werde zu einem vereinbarten Preis von 3,3 Mrd. Euro voraussichtlich im Laufe des ersten Halbjahrs 2011 erfolgen, spätestens bis zum 30. September 2011.

Mit einem Teil des Verkaufserlöses wollen die Porsche-Eigner die für Anfang nächstes Jahr geplante Kapitalerhöhung finanzieren, mit der die Porsche SE weiter entschuldet werden soll. Die Weichen dafür wollen die Aktionäre am 30. November stellen.

Mit der Entscheidung hätten die Familien Porsche und Piëch ein klares Bekenntnis zur Umsetzung eines integrierten Autokonzerns abgegeben, erklärte Volkswagen. VW-Chef Martin Winterkorn sagte: "Die Porsche Holding Salzburg ist eine hoch profitable und effiziente Vertriebsgesellschaft." Die Gesellschaft werde als unternehmerische Einheit mit ihrem Geschäftsmodell und sämtlichen Unternehmensteilen und Marken erhalten bleiben. Gleichzeitig stärke VW sein Vertriebsgeschäft in bedeutenden Märkten und Regionen erheblich.

Die Holding gilt als erfolgreichstes privates Autohandelsunternehmen in Europa mit einer starken Präsenz vor allem in Österreich, Westeuropa und in Südosteuropa sowie in China.

Im Geschäftsjahr 2009/10 (31. März) verkaufte sie 421 000 Neuwagen und setzte damit 12,2 Mrd. Euro um. Die Holding beschäftigt rund 20 300 Mitarbeiter.

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