Zuversicht für Abschluss der Sanierung
MWG Biotech kämpft ums Überleben

Die Biotechnologie-Firma MWG Biotech kämpft weiter ums Überleben. Nach einem Verlust von 40 Millionen Euro im vergangenen Jahr muss sich die Liquidität weiter stabilisieren.

HB MÜNCHEN. Ohne die Ausgabe einer Wandelschuldverschreibung Ende vergangenen Jahres wäre die Firma im Frühjahr pleite gewesen, sagte Vorstandschef Wolfgang Pieken am Freitag in München. Nach der Trennung von verlustreichen Geschäftsbereichen und einem massiven Stellenabbau stehe MWG Biotech nun aber besser da. Allerdings müsse sich die Liquiditätssituation im Laufe dieses Jahres stabilisieren.

Im vergangenen Jahr brach der MWG-Umsatz wegen der Schließung zweiter Geschäftsbereiche, aber auch wegen rückläufiger Erlöse in den künftigen Kernsegmenten DNA/RNA-Synthese und DNA-Sequenzierung von 43 auf 33 Millionen Euro ein. Ursprünglich hatte der Konzern einen Anstieg auf 48 Millionen Euro prognostiziert. „Wir mussten die Strategie radikal ändern“, sagte Pieken. Die Zahl der Mitarbeiter wurde 2004 von 380 auf 285 reduziert, bis Ende Juni soll sie weiter auf 165 Stellen zurückgehen.

Als Folge der Wandelschuldverschreibung sollen die Aktionäre auf der nächsten Hauptversammlung eine Kapitalreduzierung im Verhältnis 5:1 beschließen. Pieken ist zuversichtlich, dass die noch vorhandene Liquidität ausreicht, die Sanierung abzuschließen. Ende 2004 lag der Cash-Bestand bei gut 9 Millionen Euro. Im Geschäftsbericht wird allerdings auf die vorhandenen Risiken hingewiesen: „Die Zahlungsfähigkeit und damit der Fortbestand der Gesellschaft hängt entscheidend davon ab, dass ab der zweiten Jahreshälfte dieses Geschäftsjahres ein positiver operativer Cashflow erzielt wird.“

Voraussetzung dafür seien unter anderem, dass die Umsätze im Kerngeschäft nicht signifikant sinken, die Kosten wie geplant gesenkt werden können und zusätzliche Liquidität aus dem Abbau von Forderungen generiert wird.

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