Zuwachs bei Pkw, Einbruch bei Lkw

Daimlers Laster

Schwere Einbrüche im Geschäft mit Lastwagen in den USA und Südamerika lasten auf Daimler. Doch glänzende Zahlen im Autogeschäft halten den Konzern auf Kurs. Daimler-Chef Dieter Zetsche setzt auf Transformation.
Update: 21.10.2016 - 10:57 Uhr 6 Kommentare
Wann es im traditionell schwer berechenbaren Lastwagengeschäft wieder aufwärts geht, bleibt offen. Quelle: dpa
Daimler-Lkw

Wann es im traditionell schwer berechenbaren Lastwagengeschäft wieder aufwärts geht, bleibt offen.

(Foto: dpa)

MünchenDass es auf dem US-amerikanischen Truckmarkt abwärts geht, das wussten sie in Stuttgart schon länger. Dass es so schnell geht, das war dann schon eine Überraschung. Im dritten Quartal lagen die Verkäufe von schweren Lastwagen um ein Viertel unter Vorjahreswert. Und auch bei Bussen ging es um 17 Prozent abwärts.

Neben dem Dauerpatienten Brasilien war es nun vor allem der US-Markt, der dem Weltmarktführer für Nutzfahrzeuge zu schaffen macht. Die Folge: Daimler senkte am Freitag den Ausblick für Umsatz und Absatz für den Gesamtkonzern. Statt einer leichten Verbesserung des Umsatzes, sei jetzt nur noch mit einem Wert auf Vorjahresniveau zu rechnen, erklärten die Stuttgarter. Da aber vor allem das Autogeschäft weiter rund läuft, werde der operative Gewinn leicht über Vorjahresniveau liegen, also gut 14 Milliarden Euro, sagte Finanzvorstand Bodo Uebber.

Ganz großes Tennis
Natürlich ist es immer nur eine Frage der Zeit, bis Mercedes nach einer neuen Limousine auch die dazugehörige Kombi-Version vorstellt.
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Im Fall der aktuellen Baureihe der E-Klasse hat das rund ein halbes Jahr gedauert: Mitte Januar zeigten die Stuttgarter auf der Automesse in Detroit zum ersten Mal die Limousine – in Märkten wie den USA sind neben SUV in sämtlichen Größen vor allem noch klassische Limousinen gefragt.

Hierzulande ist das anders, hier stehen die praktischen Kombis mit sparsamen Dieselmotor im Fokus der Dienstwagen-Fahrer. Kein Wunder also, dass Mercedes das E-Klasse T-Modell, wie die Kombis bei Daimler heißen, in Deutschland vorgestellt hat. Und das nicht auf einer Messe, sondern am Rande eines Tennis-Turniers ...

Die passende Klientel war bei der Premiere des Luxus-Lasters also gleich anwesend.
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In der PR-Prosa von Mercedes klingt das dann so: "Dynamisch wie die Tennis-Profis und geräumig wie der Centre Court gibt die sechste Modellgeneration ihr Debüt." Solche gewollten Bezüge hat der Kombi eigentlich gar nicht nötig, denn zumindest auf dem Papier überzeugen die Fakten.

Bei der Technik greift der Kombi auf die bekannten Technologien der Limousine zurück.
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Zum Marktstart stehen die Modelle E 200 mit Vierzylinder-Benzinmotor (184 PS) und E 220 d (194 PS) mit dem völlig neu entwickelten Vierzylinder-Dieselmotor sowie der E 250 mit (211 PS) zur Verfügung.

Alle Modelle sind bei der Markteinführung mit dem neuen Neungang-Automatikgetriebe ausgerüstet.
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Im vierten Quartal 2016 folgen der E 200 d mit (150 PS), der E 350 d mit Sechszylinder-Diesel sowie der E 400, dessen Sechszylinder-Benzinmotor 333 PS leistet.

Blick in den Innenraum
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Das T-Modell verfügt über alle Innovationen der neuen E-Klasse, die Mercedes im Januar als „intelligenteste Business-Limousine der Welt“ gefeiert hatte. Neben den beiden riesigen Displays verfügt die E-Klasse unter anderem über eine neuartige Bedienmöglichkeit mit Touchpads am Lenkrad und einen teilautonomen Fahrassistenten.

Blick in den Innenraum
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Auf der Rückbank gibt es für die Passagiere etwas mehr Kopffreiheit, da die Dachlinie nicht wie bei der Limousine abfällt. Neu ist die serienmäßige Cargo-Funktion der Rücksitzbank: Die Lehne kann um rund 10 Grad steiler gestellt werden. Das sorgt für ein zusätzliches Ladevolumen von 30 Litern bei weiterhin voller Nutzbarkeit als Fünfsitzer.

Blick in den Innenraum
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Darüber hinaus lässt sich die Rücksitzlehne ebenfalls serienmäßig im Verhältnis 40:20:40 teilen, was viele Möglichkeiten der individuellen Aufteilung zwischen Transportkapazität und Sitzplätzen schafft. Mit Schaltern im Laderaum sowie rechts und links neben den Sitzlehnen lassen sich diese elektrisch entriegeln.

Wann es im traditionell schwer berechenbaren Lastwagengeschäft wieder aufwärts geht, bleibt offen. Wichtiger für Daimler bleiben ohnehin die Ergebnisse im Autogeschäft. Und hier sind die Stuttgarter nach wie vor besser unterwegs als die wichtigsten Konkurrenten Audi und BMW.

Zwischen Juli und September verkaufte Mercedes 11 Prozent mehr Autos als im Vorjahr, der operative Gewinn legte gleich um ein 23 Prozent zu. Mit einer Umsatzrendite von 11,8 Prozent ist der Autobau für Daimler profitabel wie lange nicht. Getrieben wird die Entwicklung vor allem durch die neue E-Klasse und die Geländewagen, die Mercedes überdurchschnittlich gut verkauft.

Hinzu kommen glänzende Geschäfte in China, wo die Verkäufe 20 Prozent über Vorjahr liegen. Damit ist den Stuttgartern eine große Genugtuung kaum noch nehmen: Geschieht im Schlussquartal nicht noch ein Wunder, wird Mercedes am des Jahres erstmals seit 2004 wieder mehr Autos verkauft haben als BMW.

Doch für Konzernchef Dieter Zetsche sind das nur Etappenziele. Wichtiger als reine Verkaufszahlen ist die Profitabilität und das Tempo der Transformation Richtung Digitalisierung und Elektromobilität. Auf dem Autosalon in Paris hatte Zetsche den Start der Submarke „EQ“ angekündigt. Die Stuttgarter wollen bis 2025 zehn neue Elektroautos auf den Markt bringen, angefangen mit einem elektrischen SUV noch vor 2020. 

„Mit unserer neuen Produktmarke EQ haben wir eine wichtige Grundlage gelegt, um auch mit elektrischen Antrieben ganz vorn zu fahren“, sagte Konzernchef Zetsche am Freitag. Wie hoch die Investitionen in das Elektrozeitalter sein werden, darüber schweigen sich die Stuttgarter noch aus.

AMG? OMG!
Dieser Mercedes ist ein Aufsehen-Erreger
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Die meisten silberfarbenen Mercedes, die wir auf der Straße sehen, sind langweilig. Wir übersehen sie, statt hinzugucken. Dieser Testwagen ändert das radikal. Der Mercedes AMG GT-S folgt einem besonders erfolgreichen Design-Rezept: Lange Schnauze, breit, flach, knapp geschnittene Fahrerkabine weit hinten. Und wer ihn nicht sofort sieht, der hört ihn. Dafür sorgt ein V8-Biturbo mit satt brabbelnden bis böse aufbrüllenden Sound.

Er duckt sich flach auf den Boden, wie zum Sprung bereit
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Unter der langen Motorhaube liegt der knapp vier Liter Hubraum große V8, der bis zu 510 PS an die Hinterräder schickt. Erst bei 7.200 Touren beginnt der rote Bereich des Drehzahlmessers. Und die 650 Newtonmeter maximales Drehmoment schieben schon ab 1.500 Umdrehungen mächtig an. In 3,8 Sekunden beschleunigt der AMG GT-S aus dem Stand auf Tempo 100, Schluss ist erst bei 310 km/h.

Doch Mercedes bringt den Porsche-911-Herausforderer nicht nur mit Leistungsdaten in Stellung, auch mit dem Preis: Bei 134.000 Euro beginnt der Spaß.

Ein schöner Rücken!
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Die Heckansicht gefällt Außenstehenden am besten. Und wir glauben nicht, dass das ein Zufall ist, denn die meisten Autofahrer werden ihn wohl auch aus dieser Perspektive zu sehen bekommen. Denkt man sich den Stern und die drei Buchstaben AMG mal weg, so sind bei Laien Verwechslungen mit Jaguar F-Type-Coupé und Porsche 911 nicht ausgeschlossen. Aber natürlich unbeabsichtigt.

Platz für zwei. Und kleines Gepäck.
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Man steigt hinunter in diesen Wagen, macht einen Diener unter dem niedrigen Dachholm. Die Wangen der gut geformten Sportsitze sind individuell verstellbar, sie halten zwei Personen in sicherer Umklammerung. Das ist aber auch nach langer Fahrt noch angenehm, weil eher intim als zu eng.

Der leuchtet von innen
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Das lippenstiftrote und schwarze Leder wirkt sexy in Kombination mit Ziernähten, Chromzierrat und einigen Klavierlackoberflächen. Die Kopffreiheit ist so gut, dass der Pilot ohne Probleme einen Helm tragen kann.

Gut erreichbar
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Nicht alles, was der Sportfahrer braucht, ist übers Lenkrad zu erreichen. Für manche Funktionen muss man die Hand vom Steuer nehmen. Etwa um die Start-Stopp-Automatik zu deaktivieren, weil man permanent dem Motorgeräusch andächtig lauschen möchte. Oder weil man die manuelle Schaltung über die Lenkrad-Paddles bevorzugt. Und wenn die Auspuffklappen von sehr laut auf brüllend laut gestellt werden.

PS-Fans, bitte mal hinhören!
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Die auffälligen Flügeltüren seines großen Bruders AMG SLS, der 2010 auf den Markt kam, hat er nicht. Dennoch zieht dieser Mercedes mindestens so viele Blicke auf sich wie ein beliebiger Ferrari. Bestnoten also für die Optik. Das bestätigen uns auch Passanten, die spontan zum tollen Auto gratulieren, die hochgereckten Daumen anderer (AMG-)Mercedes-Fahrer.

Der stets satte und bisweilen (zu) aggressive Auspuffsound spricht vor allem Jugendliche an, die uns liebevoll motivieren: „Drück drauf, Alter!“

Die Börse nahm die Absatz und Umsatzwarnung relativ gelassen, der Kurs gab um 2,5 Prozent nach. Die Zahlen seien im Rahmen der Erwartungen, schrieben die Analysten von ISI Evercore. „Daimlers Trendwende im Autogeschäft sei bemerkenswert, gibt aber nur noch wenig Raum für Überraschungen“, so die Analysten. 

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  • Stimmt nicht. Die einzige Spielregel die es gibt, sind keine Kinder. Ansonsten ist meine Herzdame (inzw. sogar Verlobte) absolut gleichberechtigt. Und wird nach der Uni als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten. Wenn ich mit spätestens Mitte 40 mit dem Börsenzeugs aufhöre, und als GT3 -Fahrer im selbst finanzierten Team in der VLN mit einem R8 LMSultra teilnehme

  • Bin nur 2x im Jahr in der Domstadt. Im Frühjahr zur FIBO, da der Kolibri als Sportwissenschaftlerin nach dem Uniabschluss als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten wird, und wir uns dort weitergehende Expertise holen. Und im Sommer zu den Kölner Lichter wegen des geilen Feuerwerks am Rhein. Außerdem hatte ich mal dort eine City-Immobilie im Townhaus-Stil, die ich aber dieses Jahr verkauft habe.

  •  Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Die Brummifahrer stehen halt mehr auf Scania oder MAN auch Renault.
    Warum die nicht auf Mercedes abfahren....sollte man mal eine Umfrage unter den Brummifahrern starten...würde ich jedenfalls machen, wenn ich Mercedes wäre.

  • Schade dass der Beitrag von Marc Hofmann
    Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.http://www.handelsblatt.com/netiquette

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