Zuwächse der Autobauer

Comeback in den Krisenländern

Für die Autobranche zählten lange Zeit nur noch China und die USA. Doch jetzt zeigt sich eine Trendwende: Die größten Zuwächse für die Hersteller gibt es in Westeuropa – angeführt von Griechenland und Italien.
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Für die Autobauer wird Westeuropa wieder zum Hoffnungsträger. Quelle: Reuters
Autos warten in Bremerhaven auf den Export

Für die Autobauer wird Westeuropa wieder zum Hoffnungsträger.

(Foto: Reuters)

FrankfurtTrendwende am Automarkt: Wachstumstreiber ist dort neuerdings ausgerechnet das langjährige Sorgenkind Westeuropa. Dagegen werden die einstigen Hoffnungsträger in den Schwellenländern für die Hersteller mehr und mehr zur Geduldsprobe. Als Folge daraus steigt die Zahl der Neuwagenverkäufe in Westeuropa mittlerweile schneller als in China und den USA.

Für möglich hielt das lange Zeit niemand. Noch bis vor kurzem spürten die europäischen Händler die Konsequenzen der Finanzkrise. Gerade in den Jahren 2012 und 2013, als anderswo auf der Welt davon nichts mehr zu spüren war, brachen die Verkäufe noch einmal rapide ein.

Das ist jetzt anders. Um 6,9 Prozent stiegen die Neuwagenverkäufe in der Europäischen Union im April. Die beiden größten Automärkte der Welt, China und die USA, schafften dagegen lediglich 5,5 und fünf Prozent. „Der westeuropäische Markt hat sich damit endgültig von der Krise verabschiedet“, wertet Autoexperte Peter Fuß von der Beratungsgesellschaft EY das Ergebnis.

Die glatten Zahlen bestätigen das. 21 von 27 Ländern liegen im bisherigen Jahresverlauf im Plus, zwölf sogar zweistellig. Besonders die einstigen Krisenländer Griechenland (+43 Prozent), Italien (+24 Prozent), Portugal (+22 Prozent) und Irland (+21 Prozent) legten kräftig zu. Deutschland und Großbritannien als die beiden größten Automärkte im Euroraum steigerten die Verkäufe um sechs bzw. fünf Prozent.

Das sind die Gewinner im europäischen Automarkt
A new Renault Twingo car is displayed on media day at the Paris Mondial de l'Automobile
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Platz 10 – Renault – Absatzplus: 9,4 Prozent

Endlich geht es wieder aufwärts für die Franzosen. Nach den deprimierenden Vorjahren verkaufen sich Clio und Co wieder besser. Auch der neue Twingo erfüllt die Erwartungen. Insgesamt verkauft die Marke europaweit rund 863.200 Fahrzeuge.

A worker polishes the 2016 Volvo XC90 at the Los Angeles Auto Show in Los Angeles, California
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Platz 9 – Volvo – Absatzplus: 12,3 Prozent

Mit dem XC90 haben die Schweden den ersten SUV, der unter chinesischer Führung entwickelt wurde, an den Start gerollt. So sollen die Absätze auch im kommenden Jahr zulegen. Insgesamt wurden im Jahr 2014 rund 236.200 Volvos verkauft.

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Platz 8 – Nissan – Absatzplus: 13,4 Prozent

Insbesondere die kompakten SUVs der Japaner verkaufen sich dank ihres gefälligen Designs bestens. Mit dem Pulsar will man nun auch in der Kompaktklasse zulegen. Unterm Strich stehen 2014 rund 462.200 verkaufte Fahrzeuge.

VW Konzernabend beim Auto-Salon Genf
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Platz 7 – Seat – Absatzplus: 13,8 Prozent

Das spanische Sorgenkind des VW-Konzerns hat sich dank erfolgreicher Modelle wie dem Leon wieder berappelt. Nun müsste man auch beim Gewinn nachziehen. Insgesamt wurden 2014 rund 318.900 Fahrzeuge verkaufte.

huGO-BildID: 39596120 The Skoda Fabia is presented at the Paris Motor Show, in Paris, Friday Oct. 3, 2014. The Paris Motor Show will open its doors t
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Platz 6 – Skoda – Absatzplus: 14,2 Prozent

Noch besser schneidet die zweite VW-Tochter ab. Die Tschechen haben in Deutschland mittlerweile sogar den Titel als größte Importmarke erobert, dabei hilft auch der Kleinwagen Fabia, der gerade neu aufgelegt wurde. Europaweit wurden 554.500 Fahrzeuge verkauft.

2016 Mazda CX-3
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Platz 5 – Mazda – Absatzplus: 20,4 Prozent

Für die Japaner geht es beim Absatz wieder aufwärts. Das extravagante Design scheint von den Europäern angenommen zu werden. Mit 161.000 verkauften Fahrzeugen legen die Verkäufe stark zu.

IAA Frankfurt - Dacia
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Platz 4 – Dacia – Absatzplus: 23,9 Prozent

Die rumänische Renault-Tochter ist ein Phänomen und gehört schon seit Jahren beim Absatz zu den Gewinnern. Für den Konzern wird die Marke damit immer wichtiger. Im Jahr 2014 verkaufte Dacia in Europa rund 359.100 Fahrzeuge.

Schwankungen nehmen immer stärker zu
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