ZVEI-Bericht
Elektro-Branche: Nächstes Jahr geht es aufwärts

Auf dem milliardenschweren deutschen Markt für elektronische Bauteile rechnet die Branche erst im nächsten Jahr wieder mit einem leichten Plus. Nach massiven Einbrüchen im vergangenen und in diesem Jahr sei für 2010 eine Steigerung des Umsatzes um knapp fünf Prozent zu erwarten, sagte der Vorsitzende des Branchenverbandes ZVEI, Martin Stark.

HB MÜNCHEN. Auf dem milliardenschweren deutschen Markt für elektronische Bauteile rechnet die Branche erst im nächsten Jahr wieder mit einem leichten Plus. Nach massiven Einbrüchen im vergangenen und in diesem Jahr sei für 2010 eine Steigerung des Umsatzes um knapp fünf Prozent zu erwarten, sagte der Vorsitzende des Branchenverbandes ZVEI, Martin Stark. "Wir werden mehrere Jahre brauchen, um an die alten Volumina von 2007 und 2008 anknüpfen zu können."

Im Jahr 2007 hatte die Branche noch 17,11 Mrd. Euro Umsatz verbucht, im vergangenen Jahr waren es 15,66 Mrd. Euro. "Für uns war das Jahr 2008 ein Wechselbad der Gefühle", sagte Stark. Viele Unternehmen der Elektrobranche seien im vergangenen Jahr zunächst auf Wachstumskurs gewesen, dann aber von der Bankenkrise seit Oktober kalt erwischt worden. In diesem Jahr werde wohl die Talsohle mit einem Umsatz in Höhe von voraussichtlich 13,16 Mrd. Euro erreicht.

Während der Umsatzrückgang im vergangenen Jahr mit einem Minus von gut 13 Prozent vor allem den Halbleitermarkt traf, rechnet der ZVEI für dieses Jahr mit einer Flaute in allen Bereichen. Den Schätzungen zufolge werden in Deutschland die Umsätze bei passiven Bauelementen um mehr als 20 Prozent und bei Leiterplatten um 17,4 Prozent zurückgehen. Auf dem deutschen Markt für elektromechanische Bauelemente geht der ZVEI von einem Umsatzeinbruch in Höhe von 13 Prozent aus, nachdem im Jahr zuvor noch ein Zuwachs von drei Prozent verzeichnet worden war.

Mit Blick auf den drastischen Rückgang auf dem weltweiten Halbleitermarkt sagte Stark: "Wir sind heute wieder auf dem Niveau der Jahre 2003 und 2004." Die Unternehmen der Branche mit ihren etwa 200 000 Mitarbeitern in Deutschland begegnen der Krise nach Starks Worten vor allem mit Kurzarbeit. Erfreulich sei, dass die Ausgaben für Forschung und Entwicklung kaum zurückgefahren würden.

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