Zwangsrabatte durch Gesundheitsreform bremsen Stada im laufenden Jahr etwas aus
Generika-Nachfrage hält Stada-Geschäft auf Touren

Der Pharmakonzern Stada hat 2003 dank der anhaltenden Nachfrage nach preiswerten Medikamenten erneut ein Rekordergebnis in Umsatz und Ertrag erzielt. Die Aktionäre sollen mit einer höheren Dividene davon profitieren. Auch für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen wieder prozentual ein zweistelliges Wachstum.

HB BAD VILBEL. Der Nettogewinn sei um 25 % auf 43,9 Mill. € gewachsen, teilte das im MDax gelistete Unternehmen am Dienstag mit. Damit lag Stada leicht unter den Erwartungen von Analysten, die im Durchschnitt mit einem Nettogewinn von 46,7 Mill. € gerechnet hatten. Der Umsatz sei um 18 % auf 745,2 Mill. € gestiegen. Die Dividende werde auf 0,70 (Vorjahr: 0,65) Euro erhöht.

Zur positiven Umsatzentwicklung habe besonders das Segment Generika beigetragen, das mit 74 % zum Gesamtumsatz beigetragen habe. Ausblickend bekräftigte Stada, das Unternehmen rechne für 2004 mit prozentual zweistelligen Wachstumsraten bei Umsatz und Ertrag. Bereits in den ersten zwei Monaten des laufenden Jahres habe Stada ein Umsatzwachstum von zehn Prozent verzeichnet.

Zugleich erwartet Stada in Deutschand zusätzliche Belastungen aus Zwangsrabatten durch die Gesundheitsreform. Das zum 1. Januar 2004 in Kraft getretene GKV-Modernisierungsgesetz (GMG) habe zu Vorzieheffekten zum Jahresende 2003 geführt und zu Verunsicherungen bei Ärzten und Patienten, hieß es. Das habe auch bei Stada den Jahresauftakt in Deutschland 2004 beeinflusst.

Des Weiteren verzögere sich die vom GMG vorgesehene Ablösung von Zwangsrabatten für Arzneimittel ohne Festbetrag. Die dazu notwendige Festsetzung neuer Festbeträge erfolge möglicherweise nicht mehr 2004, erklärte das Unternehmen. Damit werde Stada 2004 für die betroffenen Produkte mehr Zwangsrabatte an die gesetzlichen Krankenkassen abführen müssen als ursprünglich geplant. Ab 2005 werde sich die Bemessung dieser Zwangsrabatte bei den betroffenen Produkten gemäß GMG deutlich auf 6% von derzeit 16% der Umsätze mit den gesetzlichen Krankenversicherungen reduzieren, erläuterte Stada.

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