Zwei-Flotten-Strategie
Air Berlin kauft wahrscheinlich bei Airbus ein

Der europäische Flugzeughersteller Airbus kann erstmals mit einem Milliarden-Auftrag von Air Berlin rechnen. Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft will innerhalb der nächsten vier Wochen eine Entscheidung treffen.

HB BERLIN. Bei der geplanten Erweiterung der Flotte um bis zu 70 Maschinen neige er „eher zu einer Zwei- Flotten-Strategie“, sagte Air-Berlin-Geschäftsführer Joachim Hunold. „Wenn ich mich von einem Hersteller abhängig mache, kann ich nicht mehr so flexibel auf Änderungen im Markt reagieren.“

Allerdings bedeute dies zunächst auch Mehrkosten, ergänzte der Air Berlin-Sprecher. „Wir müssten dann natürlich Piloten und Techniker auf Airbus umschulen. Das kostet und die Frage ist, wer das zahlt“, sagte Hauptvogel. Die 70 neuen Flugzeuge sollen zwischen 2006 und 2011 an Air Berlin geliefert werden. „Wie viele davon Ersatz sind und wie viele Ergänzung, das bestimmt der Markt“, sagte der Sprecher.

Bislang fliegt Air Berlin fast ausschließlich mit Maschinen des US-Herstellers Boeing. Derzeit hat sie 45 Flugzeuge im Einsatz. Davon ist etwa die Hälfte geleast. Die Entscheidung über den Großauftrag mit einem Gesamtvolumen von rund drei Milliarden Euro soll nach Angaben von Firmensprecher Peter Hauptvogel innerhalb der kommenden vier Wochen fallen. Derzeit werde noch mit beiden Herstellern verhandelt, sagte Hauptvogel.

Ausgeliefert werden sollen die neuen Flugzeuge in den Jahren 2006 bis 2011. Ältere Maschinen sollen dann ausgemustert werden. Derzeit fliegt Air Berlin mit 42 Boeing 737 sowie drei Fokker-Flugzeugen. Im vergangenen Jahr waren mit der Fluglinie 9,6 Millionen Passagiere unterwegs. Mehr Fluggäste hatte in Deutschland nur die Lufthansa. Air Berlin war lange Zeit eine reine Ferien-Fluglinie, ist seit zwei Jahren aber auch im Billigflug-Geschäft aktiv.

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