Zweistellige Absatzeinbußen belasten den Konzern
Mitsubishi Motors stellt sich Preiskampf in den USA

Mit Kaufanreizen und höheren Rabatten will der japanische Autobauer Mitsubishi Motors (MMC) im Preiskampf auf dem US-Automarkt wieder Land gewinnen und so seine Absatzkrise überwinden. Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) senkte angesichts der Probleme in den USA die Bewertung für Mitsubishi auf „B+pi“ von „BB-pi“.

HB TOKIO. „Wir kämpfen darum, die ursprünglichen Volumina wieder zu erreichen“, sagte Mitsubishi-Motors-Chef Rolf Eckrodt auf der Automobilausstellung in Tokio am Dienstag. MMC baue dabei auf engagierte Händler und „leider“ - so Eckrodt - höhere Rabatte und Kaufanreize. Das Rabattniveau werde nur so lange so hoch sein, bis die Verkaufszahlen wieder anzögen, äußerte Eckrodt sich überzeugt.

Zuletzt hatte Mitsubishi in den USA prozentual zweistellige Absatzeinbußen im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen müssen. Das sei das Ergebnis der veränderten Finanzierungspolitik, räumte Eckrodt ein. MMC war in Probleme geraten, weil Teile der jungen US-Kundschaft ihre Kreditraten nicht zahlen konnten, und hatte die Kreditvergabe stark eingeschränkt. „Das führt im Moment zu niedrigeren Volumina“, sagte der MCC-Chef. „Das alles ist nun in der Reparatur“, fügte er hinzu. Wegen der Kreditausfälle und der schwachen US-Verkaufszahlen hatte MMC auch die Gewinnerwartungen für das Geschäftsjahr 2003/04 (zum 31. März) auf 10 Mrd. von 40 Mrd. Yen gesenkt. In Nordamerika rechnet MMC noch mit 340 000 verkauften Fahrzeugen statt der angepeilten 370 000.

Die Kreditausfälle und die Absatzschwäche führte auch S&P als Grund für die Herabstufung an. Der Zusatz „pi“ bedeutet, dass das Rating nur auf Basis öffentlich verfügbarer Information vergeben wurde. Wenn sich das Abschneiden von Mitsubishi in den USA noch verschlechtere, sei eine weitere Herabstufung möglich, warnte S&P. Eckrodt hatte am Wochenende erklärt, die finanzielle Stärke von MMC stehe „nicht im Einklang mit unserem operativen Geschäft“ und mehr finanzielle Unterstützung der Hauptaktionäre Mitsubishi und Daimler-Chrysler angeregt. Der Stuttgarter Konzern, der 37 Prozent an MMC hält und die Option zu einer Aufstockung hat, ist zu einer Kapitalspritze derzeit aber nicht bereit.

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