Zweistellige Wachstumsraten
Deutsche Autobauer geben in USA kräftig Gas

Die deutschen Autobauer sind im März auf dem hart umkämpften US-Markt mit zweistelligen Wachstumsraten auf der Überholspur gefahren. Besonders Volkswagen und Porsche konnten punkten. Der größte US-Konkurrent General Motors erlebte dagegen auf seinem Heimatmarkt einen rabenschwarzen Monat.

HB DETROIT. Während US-Konzerne wie Ford und General Motors mit sinkendem Absatz zu kämpfen haben, steigerten die deutschen Autobauer in den ersten drei Monaten des Jahres 2006 ihre Verkaufszahlen um bis zu 25 Prozent. Die besten Zuwachsraten erzielten Europas größter Autokonzern Volkswagen und der Sportwagenhersteller Porsche. Auch japanische Autos stiegen in der Gunst der US-Verbraucher: Die Hersteller Honda und Toyota konnten ihren Absatz im März im Vergleich zum Vorjahresmonat steigern.

Im März erzielte Volkswagen im fünften Monat in Folge ein Absatzplus in den USA. Insgesamt verkaufte Europas größter Autobauer nach eigenen Angaben 20 730 Fahrzeuge, 23,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Vor allem die Modelle Jetta, Passat und Golf GTI trugen nach Unternehmensangaben zu dem Erfolg bei. Im ersten Quartal setzte Volkswagen of America insgesamt 53 296 Fahrzeuge ab. Das entspricht einem Plus von 24,3 Prozent. Mit diesem Tempo konnte die zum VW-Konzern gehörende Tochter Audi nicht Schritt halten, deren Verkaufszahlen sich nur um 7,6 Prozent erhöhten. Während der A4 um 13 Prozent zulegte, stagnierte der Absatz des A6.

Auch der Sportwagenbauer Porsche fährt in Nordamerika weiter auf der Überholspur und erzielte in den USA und Kanada das beste März-Ergebnis in der Unternehmensgeschichte. Der Absatz in Nordamerika stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 13 Prozent auf 3363 Autos. Im ersten Quartal lag der Absatz sogar um 25 Prozent über dem Vorjahr. Besonders die Sportwagen konnten beim Absatz beschleunigen. Der neue 911 legte um 14 Prozent auf 1199 Stück zu. Die Boxster-Reihe zog um 33 Prozent auf 1053 Fahrzeuge an. Der Absatz des Geländewagens Cayenne, der in den vergangenen Monaten deutlich zurückgegangen war, stabilisierte sich und lag mit 1099 Fahrzeugen nur knapp unter dem Vorjahreswert.

Mercedes mit Plus von 18 Prozent

Der deutsch-amerikanische Autobauer Daimler-Chrysler steigerte seinen Pkw-Absatz in den USA im März um drei Prozent auf 237 829 Autos. Dabei erwies sich die Marke Mercedes mit einem Plus von 18 Prozent auf 21 417 Fahrzeuge als deutlich erfolgreicher als die Marke Chrysler, die nur um zwei Prozent zulegte.

Der Die BMW Group mit den Marken BMW und Mini steigerte ihren Absatz nach eigenen Angaben um 17 Prozent auf 28 352 Fahrzeuge. Während der Münchener Hersteller 22 Prozent mehr Fahrzeuge der Marke BMW verkaufte, verringerte sich der Mini-Absatz um sieben Prozent. In den ersten drei Monaten verbesserte die BMW Group ihren Absatz um elf Prozent.

Die asiatischen Hersteller verzeichneten ebenfalls teilweise kräftige Zuwächse, so verkaufte Toyota sieben Prozent mehr Fahrzeuge. Der japanische Autokonzern überholte mit 217 286 Autos sogar die amerikanische Daimler-Chrysler-Sparte Chrysler in den USA. Dabei profitierte der japanische Hersteller vor allem von einem Lkw-Absatzplus von 16 Prozent. Der Konkurrent Honda legte leicht um 0,2 Prozent auf 128 806 Fahrzeuge zu. Hyundai verzeichnete ein Plus von 4,3 Prozent. Lediglich Nissan musste als einziger asiatischer Hersteller Einbußen von 1,1 Prozent hinnehmen.

Seite 1:

Deutsche Autobauer geben in USA kräftig Gas

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%