Zweistellige Wachstumsraten
Maschinenbau verkauft in Asien prächtig

Die Auftragsbücher der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer sind voll: Das Auslandsgeschäft läuft auf vollen Touren und im Inland lagen die Bestellungen im Oktober um acht Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Die gute Auftragslage wirkt sich auch auf die Beschäftigtenzahlen der Branche aus.

gil DÜSSELDORF. Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau ist zu den in den vergangenen Monaten üblichen zweistelligen Wachstumsraten bei den Auftragseingängen zurückgekehrt. Nach dem relativ schwachen Plus im September mit lediglich sieben Prozent mehr Bestellungen meldet der Branchenverband VDMA für Oktober für die Branche insgesamt einen Zuwachs von 20 Prozent gegenüber der gleichen Vorjahreszeit. Damit sind die Bestellungen im Maschinenbau seit Jahresanfang um insgesamt 17 Prozent gestiegen, sagte VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann.

Die Bestellungen aus dem Inland lagen im Oktober im deutschen Maschinen- und Anlagenbau um real acht Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Bereits seit April zeigten sich hier einstellige Zuwachsraten, während davor überwiegend zweistellige Zuwachsraten dominiert hatten. Damit liegt das Niveau der Auftragseingänge aus dem Inland seit Jahresanfang um 13 Prozent über dem Stand des Vorjahres.

Konjunkturexperte Wortmann erwartet auch für die nächsten Monate aus dem Inland lediglich einstellige Zuwachsraten im Auftragseingang. Er weist aber darauf hin, dass die Branche bereits ein sehr hohes Niveau erreicht habe. Offensichtlich hätten viele Unternehmen Bestellungen im ersten Halbjahr vorgezogen, da Ende des Jahres die degressive Abschreibung auf Anlagen ausläuft. Künftig können diese Investitionsgüter nur noch linear abgeschrieben werden, was für die Unternehmen geringere Verrechnungsmöglichkeiten der Investitionen mit Gewinnen bedeutet.

Dagegen läuft das Auslandsgeschäft des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus mit vollen Touren weiter. „Das Ausland trägt die Dynamik“, sagte Wortmann vom VDMA. Im Oktober lagen die Bestellungen aus dem Ausland um 26 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt sind sie seit Jahresanfang um 19 Prozent gestiegen. Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau erzielt rund 75 Prozent seines Umsatzes von 167 Mrd. Euro in 2006 mit dem Ausland.

Weniger gut läuft lediglich das Geschäft mit den USA. Hier spürt die Branche Auswirkungen des starken Euros und der schwachen Konjunktur in den USA. Die USA sind mit einem Anteil von 9,3 Prozent der wichtigste Exportmarkt der Branche vor Frankreich und China. Der Export in die USA lag nach Angaben des VDMA von Januar bis September um 1,4 Prozent unter dem Niveau der gleichen Vorjahreszeit. „Die Lieferungen in die USA wirken beinahe wie eine Wachstumsbremse“, klagte bereits im Oktober der vor kurzem ausgeschiedene Präsident des VDMA Dieter Brucklacher. Dagegen läuft das Geschäft mit Asien und den Schwellenländern weiter gut.

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