Zweistelliges Millionenminus: Windparkbauer Juwi tief in den roten Zahlen

Zweistelliges Millionenminus
Windparkbauer Juwi tief in den roten Zahlen

Der Wind- und Solarparkbauer Juwi sucht dringend Geld braucht, doch das ist nichts Neues. Nach einem Investor wird gesucht. Nun erfuhr das Handelsblatt, dass Juwi herbe Verluste in Millionenhöhe hinnehmen muss.
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DüsseldorfDer angeschlagene Wind- und Solarparkbauer Juwi ist 2013 tief in die roten Zahlen gerutscht. Nach Informationen des Handelsblatts (Freitgausgabe) aus Unternehmenskreisen musste der Konzern einen Verlust im mittleren zweistelligen Millionenbereich hinnehmen. Ein ähnlich großes Minus drohe im laufenden Jahr. Ein Sprecher von Juwi bestätigte die Angaben für 2013, für 2014 sei ein wesentlich besserer Ergebnis geplant, sagte er. Mitgründer Matthias Willenbacher hatte am Dienstag gesagt, dass der Umsatz im vergangenen Jahr um 30 Prozent auf 710 Millionen eingebrochen sei und das es unterm Strich einen Verlust gegeben habe.

Weil Juwi dringend Geld braucht, sucht das Unternehmen auf Druck der Banken einen Investor, der frisches Eigenkapital in den verschuldeten Konzern einbringt. Willenbacher und sein Kompagnon Fred Jung müssen sich offenbar darauf einstellen, einen großen Teil ihrer Anteile zu verlieren. Nach Handelsblatt-Informationen soll der neue Investor auch die Betreibergesellschaft Juwi IPP angeboten bekommen.
Die IPP gilt als besonders attraktiv für Investoren, weil in ihr ein großer Bestand an fertigen Anlagen gebündelt ist, die Strom produzieren und damit Geld verdienen. Nach Unternehmensangaben sind 80 Betreibergesellschaften in der IPP organisiert, an denen auch etliche regionale Versorger beteiligt sind.

Wegen der Verluste läuft bei Juwi ein Sparprogramm. Das Unternehmen baut 400 seiner insgesamt 1.500 Arbeitsplätze ab, davon 250 am Stammsitz im rheinhessischen Wörstadt. Die betroffenen Mitarbeiter wissen noch nichts von ihrer Kündigung. Sie sollen in etwa zwei Wochen davon erfahren.

Juwi plant und baut Windkraft- oder Solaranlagen, um diese entweder zu verkaufen oder selbst zu betreiben. Seit 1996 hat das Unternehmen mehr als 2.200 Anlagen für knapp sechs Milliarden Euro aufgestellt.

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