Zweite Runde ohne Ergebnis
Verhärtete Fronten bei VW-Tarifrunde

Bei den VW-Tarifverhandlungen haben sich die Fronten zwischen IG Metall und Volkswagen weiter verhärtet. Bei der zweiten Runde am Dienstag in Hannover gab es keine Annäherung, wie beide Tarifparteien nach rund neunstündigen Verhandlungen mitteilten.

HB HANNOVER. Die Gespräche wurden auf den 12. Oktober vertagt. VW- Verhandlungsführer Josef-Fidelis Senn sagte, falls die IG Metall nicht zu Zugeständnissen bereit sei, werde die Vergabe neuer Modellreihen an deutsche Standorte zunehmend schwierig. Dies gefährde Jobs. Die IG Metall wies dies scharf zurück.

IG Metall-Verhandlungsführer Hartmut Meine kritisierte, VW sei bisher nicht bereit, die Sicherheit der 103 000 VW-Arbeitsplätze in den sechs westdeutschen Werken in einem Tarifvertrag verbindlich zu garantieren. Dies sei für die IG Metall aber die „Gretchenfrage“. Wenn VW dazu nicht bereit sei, sei die IG Metall auch nicht bereit, über andere Fragen zu verhandeln. VW müsse am 12. Oktober erklären, ob das Unternehmen zu der von der IG Metall geforderten Garantie der Jobs bereit sei.

VW-Verhandlungsführer Senn dagegen forderte eine „Richtungsänderung“ der IG Metall. VW müsse angesichts des harten internationalen Wettbewerbs die Arbeitskosten bis 2011 um rund zwei Milliarden Euro oder 30 Prozent senken, um die Beschäftigung in Deutschland zu sichern. Zudem will VW eine zweijährige Nullrunde bei den Einkommen durchsetzen. Ein neuer Haustarifvertrag müsse sich zudem am niedrigeren Flächentarif orientieren. Garantien für Jobs lehnte Senn ab. Garantien von Arbeitsplätzen „ohne Wirtschaftlichkeit“ könne es nicht geben.

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