Zweites Quartal
ABB hegt Korruptionsverdacht im eigenen Hause

Beim Elektrotechnikkonzern ABB hat eine mögliche erneute Verletzung des US-Korruptionsgesetzes eine glänzendes Ergebnis im zweiten Quartal 2007 überschattet. Das Unternehmen selbst hatte die rätselhaften Transaktionen bei einer internen Untersuchung entdeckt und den zuständigen Behörden gemeldet.

HB ZÜRICH. Momentan untersuchen das dem US-Justizministerium und der US-Börsenaufsicht SEC den Fall. Falls sich die verdächtigen Zahlungen von Mitarbeitern in Asien, Südamerika und Europa tatsächlich als Schmiergelder entpuppen, könnte das nach ABB-Angaben vom Donnerstag Geldstrafen und geschäftliche Konsequenzen für den Konzern nach sich ziehen.

Zum Ausmass der möglichen Kosten und zum zeitlichen Ablauf der Untersuchung wollte sich ABB nicht äußern. CEO Fred Kindle sagte, mehrere Mitarbeiter wurden suspendiert worden.

In der Vergangenheit wurde ABB wegen Bestechung und Preisabsprachen bereits mehrfach gebüsst und verschiedene Verfahren laufen noch. Doch ABB ist kein Einzelfall; in der Branche, wo hart um Riesenaufträge gekämpft wird, kommt es immer wieder zu Unregelmässigkeiten. So stiess auch ABB-Konkurrent Siemens im Zuge der Aufarbeitung der Korruptionsaffäre jüngst auf weitere zweifelhafte Zahlungen.

Dass ABB erneut einem Fall auf die Spur gekommen ist, werten der Konzern und auch Anleger als Beweis für die eigene Entschlossenheit, nachdem der ehemalige Konzernchef Jürgen Dormann den Kampf gegen Schmiergeldzahlungen Ende 2002 zur absoluten Priorität erklärt hatte. „Dass ABB das selbst entdeckt und gemeldet hat, zeigt, dass bei ABB ein Kulturwandel stattgefunden hat und die internen Kontrollen jetzt sehr straff sind“, sagte Philipp Buchli, Fondsmanager bei Q-Investments.

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