Zweites Quartal
Altana bewältigt Tagesgeschäft trotz Konzernumbau

Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Altana hat ein durchwachsenes zweites Quartal hinter sich. Der Umsatz ging hoch, der Gewinn leicht runter. Das Unternehmen bereitet gerade seine eigene Teilung vor – und da geht es nach eigenen Aussagen voran.

HB FRANKFURT. Wie Altana am Mittwoch mitteilte, fiel der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von April bis Juni um 1,5 Prozent auf 194 Mill. Euro. Analysten hatten mit einem stärkeren Rückgang auf 186 Mill. Euro gerechnet. Der Konzerngewinn lag mit 126 Mill. Euro nahezu auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums von 125 Mill. und über den Analystenprognosen von im Schnitt 118 Mill. Euro. Der Umsatz kletterte um 21 Prozent auf 985 Mill. Euro. Dabei profitierte Altana unter anderem von der Übernahme der Spezialchemiefirma Eckart.

Für das Gesamtjahr rechnet Altana unverändert mit einem Umsatzwachstum von rund 20 Prozent auf 4 Mrd. Euro und einem Plus beim Vorsteuergewinn von 8 bis 10 Prozent – und das trotz einer 30-prozentigen Preissenkung beim Hauptumsatzbringer Pantoprazol, einem Säurehemmer für den Magen. Im zweiten Quartal war der Umsatz mit dem Mittel bereits leicht von 717 auf 709 Mill. Euro gesunken. 2006 sollen die Erlöse in der Pharmasparte alleine um 10 Prozent steigen. Für die Chemiesparte rechnet Altana im Gesamtjahr dank Zukäufen unverändert mit einem Umsatzwachstum von 40 Prozent.

Altana baut um

Altana steht vor einer Neuausrichtung. Für das Pharmageschäft sucht Konzernchef Nikolaus Schweickart nach einem Partner oder Käufer; die kleinere Spezialchemiesparte soll noch in diesem Jahr an die Börse gebracht werden. „Wir sind auf gutem Weg. Wir streben eine langfristige Lösung an und sind darüber mit potenziellen Partnern in Gespräch“, erklärte Schweickart. Die Vorbereitungen für die Verselbstständigung des Chemiegeschäfts liefen. Altana gehe davon aus, die entscheidenden Weichenstellungen noch in diesem Jahr vornehmen zu können.

Am Montag hatte sich mit dem dänischen Vertriebspartner Nycomed erstmals offiziell ein Interessent für das Pharmageschäft zu Wort gemeldet. Branchenkreisen zufolge hat ebenso die belgische Pharmafirma Solvay Interesse, allerdings nur an Teilen des Geschäfts. Auch die Beteiligungsfirmen EQT und KKR haben Branchenkreisen zufolge ein Auge auf Altana Pharma geworfen.

Altana hatte bereits im Januar mögliche Partner für die Pharmasparte angesprochen. Die monatelange Funkstille hatte allerdings bei Investoren Sorgen genährt, dass Altana die Pharma-Sparte nicht los wird. Unter einer Handvoll Unternehmen, die einen Kauf prüfen, hat sich Kreisen zufolge noch kein Favorit herauskristallisiert.

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