"Zweitgrößte Gasreserven der Welt": Eon-Chef prüft Gasbezug aus dem Iran

"Zweitgrößte Gasreserven der Welt"
Eon-Chef prüft Gasbezug aus dem Iran

Eon-Chef Wulf Bernotat will trotz politischer Bedenken die Möglichkeit prüfen, Gas aus dem Iran zu beziehen. "Es lässt sich nicht leugnen, dass im Iran die zweitgrößten Gasreserven der Welt liegen", betonte Bernotat im Gespräch mit dem Handelsblatt.

HB DÜSSELDORF. Dieses Gas werde einen Markt finden. Es gebe eine Reihe von Ländern, die weniger politische Bedenken hätten als Europa oder die Amerikaner. Ob sich Projekte im Iran letztlich realisieren lassen, sei zwar unsicher. "Wir müssen aber die kommerziellen Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit zumindest ausloten." Eine Option sei die geplante "Nabucco-Pipeline", die Gas aus dem Iran nach Europa bringen soll. "Diese Option prüfen wir", sagte Bernotat.

Spätestens nach dem Streit zwischen der Ukraine und Russland um Gaslieferungen, habe auch jeder Verbraucher gespürt, dass der Zugang zu den immer knapper werdenden Ressourcen ein wichtiges Thema sei. Damit hat dieser Streit nach den Worten von Bernotat auch seine gute Seite gehabt: "Es war ein Weckruf - und der war meiner Meinung nach richtig gut", sagte Bernotat. Auch wenn der Eon-Chef die Gasversorgung für Deutschland als gesichert ansieht betonte er: "Dies hat gezeigt, dass Versorgungssicherheit keine Selbstverständlichkeit ist."

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