Zweitgrößter US-Autokonzern: Ford setzt auf Aluminium

Zweitgrößter US-Autokonzern
Ford setzt auf Aluminium

Das leichte Aluminium soll den schweren Stahl beerben. Was in deutschen Premiumautos bereits heute Gang und Gäbe ist, will Ford in den Massenmarkt bringen – wenn auch zunächst nicht in den europäischen Modellen.
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DetroitAluminium steht lauft Ford-Chef Alan Mulally eine große Zukunft in der Autobranche bevor. Der zweitgrößte US-Autokonzern präsentierte am Montag auf der Automesse in Detroit den neuen Pickup F-150, der in diesem auf den Markt kommt und zu großen Teilen aus dem Leichtmetall Aluminium gebaut ist. Das soll laut Mulally erst der Anfang sein, die Aluminiumlegierung würde in Zukunft auch in anderen Fahrzeugen verwendet: „Mit der Zeit werden wir Aluminium in allen Typen sehen“, sagte Mulally dem Handelsblatt im Interview auf der Messe in Detroit.

Bislang fand Aluminium vor allem in der Konstruktion von Premiumautos wie bei Audi, BMW oder Mercedes Anwendung. Mit dem Vorstoß von Ford öffnet sich die Tür zum Massenmarkt. Die dazu notwendige Produktionsumstellung für den F-150 würde „staffelweise“ vollzogen und liege voll im Plan.

Zu Spekulation von Analysten, dass der Wechsel teurer als erwartet ausfalle und daher Ford zu einer Gewinnwarnung im Dezember veranlasste, wollte Mulally keine Stellung nehmen. Die Entscheidung des Autokonzern sei ein „Paradigmenwechsel“ für die Aluminiumbranche, sagte Klaus Kleinfeld, Chef vom US-Konzern Alcoa am Rande der Automesse: „Das ist ein Durchbruch“.

Der Autor ist Managing-Editor des Handelsblatts in den USA. Quelle: Frank Beer für Handelsblatt
Thomas Jahn
Handelsblatt / Korrespondent New York

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