Zwischenbilanz
Adidas steckt Geld in Reebok

Der weltweit zweitgrößte Sportartikelhersteller adidas hat im dritten Quartal Umsatz und Gewinn erneut kräftig gesteigert. Dabei übertraf der Konzern die Erwartungen der Analysten.

dpa-afx HERZOGENAURACH. Zugleich kündigte adidas am Donnerstag in Herzogenaurach verstärkte Investitionen in den US-Ableger Reebok an, wodurch der Gewinnzuwachs im kommenden Jahr nicht so stark ausfallen soll wie gedacht. Die mittelfristigen Prognosen wurden aber bestätigt.

Im dritten Quartal stieg der Umsatz um 53,3 Prozent auf 2,949 Mrd. Euro. Das Betriebsergebnis legte um 29,7 Prozent auf 409 Mill. Euro zu und der Überschuss nach Minderheiten um 13,3 Prozent auf 244 Mill. Euro.

Der als Indikator für künftiges Wachstum wichtige Auftragsbestand der Marke adidas lag Ende des dritten Quartals währungsbereinigt um drei Prozent über dem Vorjahr. In Euro blieb er stabil. In Europa sank der Auftragsbestand währungsbereinigt um sechs Prozent. Analysten hatten wegen der starken Vergleichsbasis des Vorjahres, die durch Bestellungen für die Fußballweltmeisterschaft geprägt war, mit einem Rückgang gerechnet. Bei der Marke Reebok lag der Auftragsbestand Ende des dritten Quartals bereinigt um 14 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Für das Gesamtjahr bestätigte der adidas-Konzern seine Gewinnprognose und erwartet einen zweistelligen Zuwachs beim Überschuss auf annähernd 500 Mill. Euro. Die Konzernerlöse sollen ebenfalls zweistellig zulegen und erstmals in der Unternehmensgeschichte die 10-Mrd.-Euro-Marke erreichen. Ohne Reebok wird mit einem währungsbereinigten Umsatzplus von rund zwölf Prozent gerechnet. In früheren Aussagen war von einem Plus von zehn bis zwölf Prozent die Rede. Für Reebok alleine wird 2006 mit einem Rückgang im mittleren einstelligen Bereich gerechnet.

Reebok-Integration

Wir haben bei der Integration von Reebok in unserer Gruppe wesentliche Fortschritte gemacht, so dass Reebok heute deutlich besser aufgestellt ist als zur Zeit der Akquisition Ende Januar", sagte Vorstandschef Herbert Hainer. "Wir werden 2007 verstärkt in die Marke investieren, um sie in allen Regionen mittel- und langfristig erfolgreich zu positionieren."

Die verstärkten Investitionen in das Reebok-Segment werden den Angaben nach auf das Ergebnis durchschlagen, das dadurch im kommenden Jahr nicht so stark wachsen wird wie gedacht. adidas geht nun von einem Gewinnzuwachs für die Gruppe von annähernd 15 Prozent aus gegenüber dem Wert von 2006. Ursprünglich hatte die Gruppe eine Gewinnsteigerung von 20 Prozent erwartet.

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