Zwischenbilanz
Beiersdorf-Gewinn schrumpft wegen Umbaukosten

Der Hamburger Konsumgüterhersteller Beiersdorf hat im zweiten Quartal wegen hoher Kosten für den Umbau der Liefer- und Produktionskette einen drastischen Gewinnrückgang verbucht.

dpa-afx HAMBURG. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei im zweiten Quartal von 138 auf 101 Mill. Euro geschrumpft, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Donnerstag mit. Ohne die Millionenkosten für den Umbau der "Supply-Chain" stieg das Ebit auf 159 Mill. Euro und lag leicht über der durchschnittlichen Analystenschätzung von 155 Mill. Euro. Beiersdorf hielt an seinen Jahresausblick fest und enttäuschte damit die Hoffnungen einiger Analysten.

Beiersdorf betrachtet die positiven Tendenzen in Westeuropa nicht als dauerhaft und erwartet keine nachhaltige Belebung. Daher bekräftige Beiersdorf das Ziel, 2006 ein Umsatzwachstum über dem Vorjahresniveau von 3,9 Prozent zu erreichen und die Umsatzrendite auf Ebit-Ebene und das Nettoergebnis zu verbessern. An der Börse fiel der Aktienkurs im frühen Handel um 1,24 Prozent auf 41,49 Euro.

Beim Umsatz verbesserte sich Beiersdorf von 1,260 Mrd. Euro vor einem Jahr auf 1,334 Mrd. Euro und traf damit die Analystenschätzungen von 1,330 Mrd.. Der Konzernüberschuss schrumpfte wegen der Sonderkosten für die "Supply-Chain" von 88 auf 56 Mill. Euro.

Die Consumer-Sparte, die sämtliche Produkte außer der Klebefilmgruppe tesa enthält, steigerte das Ebit vor Sonderposten von 124 Mill. Euro vor einem Jahr auf 141 Mill. Euro. Die tesa-Sparte, die den Großteil des Geschäfts mit der Industrie abwickelt und nur einen kleinen Teil mit Konsumenten, verbesserte sich dank der Umstrukturierung und steigerte das Ebit von 14 auf 18 Mill. Euro.

Der Hersteller von Nivea und tesa-film erzielte beinahe den gesamte Gewinn in Europa, wobei sich der aufhellende Konsum in Westeuropa niederschlug. In den Wachstumsmärkten Osteuropa glänzte Beiersdorf weiterhin mit zweistelligen Steigerungen. In ganz Europa steigerte Beiersdorf das Ebit vor Sonderposten von 126 auf 153 Mill. Euro. Beim Umsatz verbesserten sich die Hamburger in Europa von 962 Mill. auf 1,027 Mrd. Euro.

Der Heimatmarkt Deutschland blieb im ersten Halbjahr wieder leicht unter Vorjahresniveau, Zuwächse verzeichnete Beiersdorf aber in den skandinavischen Ländern, in Griechenland und Frankreich. Osteuropa blieb mit einem zweistelligen Plus weiterhin Umsatztreiber. Im Rest der Welt setze Beiersdorf zwar 307 Mill. Euro um, vor Zinsen und Steuern blieben aber lediglich sechs Mill. Euro Gewinn ein.

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