Zwischenbilanz: Cartier-Uhren lassen Richemont strahlen

Zwischenbilanz
Cartier-Uhren lassen Richemont strahlen

Der Luxusgüterkonzern Richemont hat im Weihnachtsgeschäft vor allem mit Uhren ein gutes Geschäft gemacht. Selbst die Sorgenkinder entwickelten sich ordentlich.

HB ZÜRICH. Die Verkäufe des Konzerns stiegen in der Periode Oktober bis Dezember – dem dritten Quartal des Geschäftsjahres 2005/2006 – um 16 Prozent. Dabei half auch der stärkere Dollar, denn zu konstanten Wechselkursen war das Umsatzplus mit 13 Prozent etwas niedriger. Alle Geschäftsbereiche entwickelten sich gut und profitierten vom generell günstigen Umfeld der Weltwirtschaft, so Richemont am Donnerstag weiter. Analysten hatten für das dritte Quartal im Durchschnitt mit nur 14 Prozent Umsatzanstieg und zu konstanten Wechselkursen mit plus 11 Prozent gerechnet.

Die von der Marke Cartier dominierte Schmucksparte steigerte den Umsatz im dritten Quartal um 15 Prozent. Zu konstanten Wechselkursen betrug das Plus 11 Prozent. Cartier brillierte dabei dank neuer Produkte, allen voran der Prestige-Kollektion Caresse d'Orchidee. Analysten schätzen, dass die Marke rund die Hälfte zum Richemont-Umsatz beiträgt und mehr als 70 Prozent zum operativen Gewinn.

Bei Richemonts Uhrenmarken wie Vacheron Constantin oder IWC stiegen die Verkäufe im dritten Quartal um 19 Prozent und zu konstanten Wechselkursen um 16 Prozent.

Bei der Verluste schreibenden Ledermarken Dunhill erzielte der Konzern ein zweistellig prozentuales Umsatzwachstum. Das andere Sorgenkind Lancel legte im dritten Quartal im Kernmarkt Europa rund 7 Prozent zu. Für Lancel bestätigte der Richemont-Sprecher das Ziel, bis zum Ende des Geschäftsjahres 2006/2007 die Gewinnschwelle zu erreichen. Der Turnaround zeige sich schon jetzt.

Zum Ausblick für das im März endende Geschäftsjahr und zur Ergebnisentwicklung machte Richemont keine Angaben. „Es gibt hohe Hebeleffekte, so dass sich die gute Umsatzentwicklung schlussendlich auch unter dem Strich zeigen wird“, sagte ein Firmensprecher. Für das vierte Quartal sei nicht von Überraschungen auszugehen.

In Europa lag das Wachstum unter der im Halbjahr erzielten Rate von 14 Prozent. Hier spielte jedoch die hohe Messlatte des Vorjahres eine Rolle. In Japan, dem Schlüsselmarkt für Luxusgüter, entwickelte sich der Umsatz in allen Produktgruppen weiter stark, hieß es.

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