Zwischenbilanz
Cewe Color rettet sich mit Steuertrick

Der Wandel vom analogen zum digitalen Bild hat auch das dritte Quartal von Europas größtem Fotolabor-Betreiber Cewe Color geprägt: Der Umsatz ging nach unten; den Gewinn konnten die Oldenburger nur durch einen Steuereffekt in die Höhe treiben. Eine merkliche Besserung ist nicht in Sicht.

HB OLDENBURG. Im traditionell von Urlaubsfotos geprägten Zeitraum Juli bis September verlor der Fotoentwickler 5,4 Prozent Umsatz auf 124,7 Mill. Euro. In den ersten neun Monaten insgesamt gingen 8,8 Prozent Einnahmen verloren, wie aus dem Quartalsbericht hervorgeht, den das SDax-Unternehmen am Montag vorlegte.

Vor Zinsen und Steuern verdiente Cewe Color im dritten Quartal mit 20,7 Mill. Euro 7,2 Prozent weniger als noch im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich ergab sich unter Ausnutzung steuerlicher Verlustvorträge jedoch ein Plus von 17,2 Prozent auf 17,5 Mill. Euro. Die Ergebnisse lägen im Plan, teilt das Unternehmen mit.

Das Umsatzminus erklärte Cewe Color mit dem Siegeszug der digitalen Fotografie und dem dadurch bedingten Rückgang bei Filmen. Der Ausstoß von Farbfotos auf Filmbasis sei um 33,7 Propzent gesunken, während bei den Farbfotos auf digitaler Basis ein Absatzwachstum von 30,8 Prozent erzielt worden sei. Das Plus im digitalen konnte das Minus im analogen Bereich jedoch nicht auffangen. Insgesamt ging die Zahl der von Cewe Color belichteten Fotos um 17,8 Prozent auf 947 Mill. zurück.

Das Wachstum im digitalen Bereich flache jedoch ab und liege unter der vormals abgegebenen Prognose von 40 Prozent im Gesamtjahr, hieß es von Cewe Color. Im Vorjahr war der Absatz digitaler Prints noch um 62,2 Prozent gestiegen. Dagegen beschleunigt sich der Absatzrückgang von Fotos vom Film: Wurden von Juli bis September 2005 noch 19,4 Prozent weniger Bilder als im Vorjahr verarbeitet, betrug der Rückgang in diesem Sommer schon 33,7 Prozent.

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