Zwischenbilanz
Conti sieht sich auf Rekordkurs

Obwohl die Rohstoffkosten steigen und die Sanierung des Nordamerika-Geschäfts kostet, hat Continental eine ordentliche Zwischenbilanz vorgelegt. Es gab allerdings Schönheitsfehler beim Reifenhersteller und Autozulieferer aus Hannover.

HB FRANKFURT. Zwar ging das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) nach Angaben vom Donnerstag im zweiten Quartal wie von Analysten erwartet zurück – und zwar von 404,8 Mill. Euro im Vorjahresquartal auf 369,6 Mill. Euro. Aufs Halbjahr gerechnet stieg das Ebit jedoch um mehr als 5 Prozent auf 722 Mill. Euro. Der Umsatzanstieg im zweiten Quartal von 3,55 auf 3,62 Mrd. Euro fiel etwas schwächer aus als erwartet.

Der Conti-Vorstand bleibe deshalb bei seinem Ausblick, im Gesamtjahr trotz voraussichtlich weiterhin steigender Materialpreise Umsatz und Ergebnis des Vorjahres zu übertreffen, hieß es. Man werde versuchen, die Mehraufwendungen durch Preiserhöhungen und Rationalisierungsmaßnahmen zu kompensieren. Im vergangenen Jahr hatte Continental einen Rekordgewinn von 952,2 Mill. Euro eingefahren.

Rationalisierung bedeutet aber erstmal zusätzliche Kosten. So schließt Continental gleich zwei Werke in den USA. Im Rahmen der Sanierung der Nordamerika-Sparte hatte Conti in diesem Sommer bereits das Reifenwerk Charlotte geschlossen, wofür das Unternehmen weitere Aufwendungen einplant, wie es am Donnerstag hieß. Zudem gab Continental bekannt, seinen US-Standort Mayfield in Kentucky entgültig aufzugeben. Das Werk, in dem die Reifenproduktion bereits Ende 2004 beendet wurde, solle innerhalb der nächsten sechs Monate stillgelegt werden. Betroffen seien 150 Beschäftigte. In Mayfield wurden zuletzt noch Vorprodukte für die Reifenproduktion gefertigt. Diese könne Continental aber in anderen Werken günstiger herstellen, erläuterte ein Unternehmenssprecher.

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