Zwischenbilanz
EADS hat Glück im Unglück

Zwar hat der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS im abgelaufenen ersten Quartal einen Verlust verbucht, doch lag dieser bei weitem nicht so hoch wie befürchtet. Ein Anlass zur Freude ist das Ergebnis dennoch nicht. Vor dem Unternehmen und speziell der Flugzeugtochter Airbus liegt noch eine Menge Arbeit.

HB MÜNCHEN. Der Konzernverlust belaufe sich auf 10 Mill. Euro nach einem Gewinn von 522 Mill. Euro ein Jahr zuvor, teilte EADS am Donnerstag mit. Wegen der Rückstellungen für die Airbus-Restrukturierungen in Höhe von 688 Mill. Euro ging das operative Ergebnis von 791 auf 89 Mill. Euro zurück. Bei 115 ausgelieferten Airbus-Flugzeugen blieb der Umsatz im Auftaktquartal mit 9 Mrd. Euro nahezu konstant. Auch der Auftragseingang lag mit 10,5 Mrd. Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Damit belief sich der Auftragsbestand per Ende März auf 261,5 Mrd. Euro.

Auch wenn ein Minus zu Buche schlug, zeigten sich die Analysten in ersten Stellungnahmen positiv überrascht, hatten sie doch mit einem wesentlich höheren Verlust von bis zu 375 Mill. Euro gerechnet. Beim Umsatz lag EADS leicht über den Erwartungen.

Wie erwartet fiel bei Airbus alleine operativ ein Verlust von 69 Mill. Euro an. Ein Jahr zuvor hatte der Flugzeughersteller noch 684 Mill. Euro Gewinn erwirtschaftet. Das Sanierungsprogramm „Power 8“ in Folge der Produktionsschwierigkeiten beim doppelstöckigen A380 soll Airbus „durch harte Maßnahmen wieder an die Spitze der Luftfahrtindustrie bringen.“ Unter anderem sollen 10 000 Stellen wegfallen, wogegen die Gewerkschaften massiv protestieren.

Auch auf die anderen EADS-Geschäftsbereiche erhöhten die beiden EADS-Chefs Tom Enders und Louis Gallois den Druck. „Unser Hubschrauber-, Verteidigungs- und Raumfahrtgeschäft erzielt solide Ergebnisse. Weitere Verbesserungen sind langfristig aber unumgänglich“, sagten sie.

Die Prognose für das Gesamtjahr 2007 bestätigte EADS. Der Konzern rechnet bei einem leichten Umsatzrückgang mit einem operativen Gewinn auf dem Vorjahresniveau von 399 Mill. Euro. Airbus bleibe trotz der angepeilten Auslieferung von 440 bis 450 Flugzeugen in den roten Zahlen.

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