Zwischenbilanz
Fiat fährt vor

Der Fiat-Konzern stand vor nicht allzu langer Zeit noch vor dem Ruin. Speziell die Autosparte hatte unter einem schlechten Image und nicht konkurrenzfähigen Modellen zu leiden. Das ist Geschichte. In den ersten drei Monaten des Jahres lief es für die Italiener ganz hervorragend. Das lag besonders an zwei Wagentypen.

HB MAILAND. Die Autosparte des italienischen Traditionskonzerns übertraf mit einem operativen Quartalsgewinn von 192 Mill. Euro die Expertenerwartungen von rund 132 Mill. Euro deutlich. Der Umsatz stieg nach Angaben von Montag um 10 Prozent auf 6,3 Mrd. Euro. Besonders der Kleinwagen Panda war bei den Kunden begehrt, genauso wie der darüber angesiedelte Grande Punto.

Das Netto-Ergebnis für die gesamte Gruppe einschließlich der Baumaterial-, Lastwagen und Traktorensparte bezifferten die Italiener mit 376 Mill. Euro. Im Vorjahr waren es mit 151 Mill. Euro weniger als die Hälfte gewesen. Die Umsätze im Gesamtkonzern kletterten um knapp 9 Prozent auf 13,68 Mrd. Euro.

Für das Gesamtjahr gab sich Fiat optimistisch, dass die Konzernergebnisse am oberen Ende der bisherigen Firmenprognosen liegen werden. Netoo sollen zwischen 1,6 und 1,8 Mrd. Euro am Jahresende herauskommen.

Fiat hatte 2006 erstmals seit sechs Jahren mit Autos wieder Geld verdient. Das Unternehmen stand zeitweise am Rande des Zusammenbruchs. Für den Erfolg der dreijährigen Sanierung wird maßgeblich Fiat-Chef Sergio Marchionne verantwortlich gemacht. Dieser war 2004 zu dem Industriekonzern gekommen und hat seither die Kosten drastisch reduziert, Allianzen geschmiedet und neue Modelle auf den Markt gebracht.

Dank der guten Entwicklung sieht Fiat inzwischen einen deutlich geringeren Schuldenstand am Ende des Jahres. Die Nettoverbindlichkeiten im Bereich der Industrieaktivitäten dürften unter 1 Mrd. Euro liegen, hieß es. Ende März lagen sie bei 1,28 Mrd. Euro – was bereits einen großen Fortschritt gegenüber den 2,93 Mrd. Euro vor einem Jahr darstellt.

Der Kurs der Fiat-Aktie spiegelt die Erholung des Automobilgeschäfts wider. In den vergangenen zwölf Monaten ist er um mehr als 80 Prozent gestiegen. Der Hauptindex der Mailänder Börse legte in der Zeit nur um 13 Prozent zu. Am Montagmorgen notierten Fiat 1,7 Prozent fester bei 20,82 Euro.

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