Zwischenbilanz
Konzernumbau verhagelt Heinz die Bilanz

Der weltgrößte Ketchup-Hersteller H. J. Heinz baut gerade den Konzern um. Durch Verkäufe will das Unternehmen zwar einen Milliardenbetrag einnehmen, doch erstmal hat die Bereinigung Heinz in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2005/2006 die Bilanz verhagelt.

HB PITTSBURGH. Der Umsatz stieg in dem am 25. Januar 2006 beendeten Neunmonatsabschnitt von 5,9 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum auf 6,2 Mrd. Dollar. Das teilte die H.J. Heinz Company am Dienstag in Pittsburgh mit. Dabei setzte Heinz in Europa 2,2 nach 2,1 Mrd. Dollar um. Der Neunmonatsgewinn fiel von 546,2 auf 477,7 Mill. Dollar.

Hauptgründe für das Minus sind Bereinigungen und Umschichtungen innerhalb des Lebensmittelkonzerns und andere Sonderfaktoren. So habe Heinz gerade den Verkauf seiner europäischen Fischkost-Sparte für 425 Mill. Euro an die Lehman Brothers Merchant Banking und den Verkauf der Tegel-Geflügelsparte an die neuseeländische Pacific Equity Partners für rund 165 Mill. US-Dollar vereinbart. Diese Transaktionen sollen Ende März abgeschlossen werden.

Daneben sei die nordeuropäische HAK-Gemüsesparte für 51 Mill. Dollar und ein Paket von Hain-Celestial-Aktien für 116 Mill. Dollar verkauft worden. Heinz hatte sich auch von einer Sparte des HP/Lea & Perrins-Geschäfts in Großbritannien für 47 Mill. Dollar getrennt. Die Gesellschaft untersuche auch den möglichen Verkauf anderer nicht zum Kerngeschäft gehörender Geschäftsbereiche. Heinz wolle bis Ende des ersten Quartals des Geschäftsjahres 2007 1 Milliarde Dollar aus den Verkäufen erzielen.

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