Zwischenbilanz
K+S verfehlt Gewinnerwartungen

Der Düngemittelhersteller K+S hat im zweiten Quartal wegen ungünstiger Witterungsverhältnisse und gestiegener Energie- und Frachtkosten überraschend einen Gewinnrückgang verzeichnet.

dpa-afx KASSEL. Für das Gesamtjahr zeigte sich das Unternehmen aber weiterhin zuversichtlich. Der Konzern werde auch nach dem Spitzenergebnis des Jahres 2005 den Wachstumskurs fortführen, sagte K+S-Chef Ralf Bethke am Donnerstag laut Mitteilung. Er konkretisierte die Prognose für das Gesamtjahr.

Für 2006 werde nun ein Umsatz von rund drei Mrd. Euro erwartet. Vor dem Kauf des chilenischen Salzproduzenten Sociedad Punta de Lobos (SPL) hatte Bethke rund 2,9 Mrd. Euro in Aussicht gestellt. Beim operativen Ergebnis sei nun im Gesamtjahr mit 265 bis 280 (Vorjahr 250,9) Mill. Euro zu rechnen, so dass ein bereinigtes Konzernergebnis nach Steuern zwischen 160 und 170 Mill. Euro erwirtschaftet werden dürfte. Ab dem dritten Quartal sei dabei auch SPL enthalten.

Die Entwicklung im zweiten Quartal blieb hinter den Erwartungen zurück. Der Konzern steigerte den Umsatz nur um 2,6 Prozent auf 700,1 Mill. Euro, während der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Bewertungsveränderungen von Derivaten (Ebit I) überraschend um 7,3 Prozent auf 59,4 Mill. Euro sank. Die von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragten Experten hatten im Schnitt bei einem Umsatz von 713 Mill. Euro ein Ebit I von 67 Mill. Euro erwartet. Unter dem Strich verbuchten die Kasseler einen bereinigten Gewinn von 39,0 (Vorjahr: 40,7) Mill. Euro. Hier hatten die befragten Experten 45 Mill. Euro erwartet.

Trotz "temporär schwieriger Marktbedingungen" in einigen Segmenten habe sich der Konzern gut behauptet, hieß es. Das starke erste Quartal habe den Gewinnrückgang im zweiten Quartal mehr als ausgleichen. Im ersten Halbjahr steigerten die Kasseler das operative Ergebnis (Ebit I) um 5,5 Prozent auf 172,5 Mill. Euro , während der Umsatz um 5,3 Prozent auf 1,556 Mrd. Euro kletterte. Nach Steuern erzielte der Konzern 147,9 (Vorjahr: 104,8) Mill. Euro, bereinigt um Marktwertveränderungen waren es 110,2 (101,8) Mill. Euro.

Die Aktie geriet vorbörslich gleichwohl unter Druck. Die Zahlen sind nach Ansicht von Händlern leicht enttäuschend ausgefallen. "Die Ergebnisse sind nicht überzeugend", hieß es in einer ersten Reaktion. Der Ausblick des Düngemittelherstellers sei wie immer etwas vorsichtig, habe aber ebenfalls nicht überzeugen können.

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