Zwischenbilanz
Milder Winter lässt RWE kalt

Während andere Stromkonzerne über den milden Winter klagen, weil der Energieverbrauch und dadurch der eigene Absatz gesunken ist, fährt RWE im ersten Quartal ein super Ergebnis ein – und das gerade wegen der Kraftwerkssparte. Dagegen hakt es an anderer Stelle.

HB DÜSSELDORF. Das betriebliche Ergebnis sei im ersten Quartal um 35 Prozent auf 2,8 Mrd. Euro erhöht worden, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Damit übertraf RWE deutlich die Erwartungen von Analysten, die im Schnitt mit 2,3 Mrd. Euro gerechnet hatten. Der Umsatz stieg um 1 Prozent auf 13,4 Mrd. Euro und lag damit unter den Experten-Prognosen. Für das Gesamtjahr erwartet RWE weiter eine Steigerung des betrieblichen Ergebnisses um zehn Prozent.

Einbußen musste die Vertriebs- und Netzgesellschaft RWE Energy hinnehmen, deren Umsatz und betriebliches Ergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgingen. Der Konzern begründete dies zum einen mit einem geringeren Absatz wegen des milden Winters und zum anderen mit den Belastungen durch die staatlich angeordnete Senkung der Netzgebühren. Ertragsperle war die Kraftwerkssparte RWE Power, die ihr betriebliches Ergebnis um 50 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro steigerte.

Per Ende März lagerte RWE – wie bereits im vergangenen Jahr angekündigt – Pensionsverpflichtungen in Höhe von rund 8 Mrd. Euro in ein so genanntes „Contractual Trust Arrangement“ (CTA) aus. Damit folgt RWE anderen Großkonzernen, die ihre Bilanzen auf diese Weise aufpolieren.

RWE bekräftigte, sich im laufenden Jahr von seiner US-Wassertochter American Water trennen zu wollen. Dadurch dürften dem Konzern erneut Milliardensummen zufließen. RWE hatte American Water 2003 für 4,5 Mrd. Euro gekauft. Die Essener hatten im Herbst bereits ihre britische Wassertochter Thames Water einschließlich Schulden für knapp 12 Mrd. Euro verkauft.

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