Zwischenbilanz
Norddeutsche Affinerie hält Gewinn

Europas größte Kupferhütte Norddeutsche Affinerie (NA) hat dank einer robusten globalen Nachfrage bei stagnierendem Gewinn den Umsatz im dritten Quartal mehr als verdoppelt.

dpa-afx HAMBURG. Der Überschuss lag wie im Vorjahreszeitraum bei 16 Mill. Euro, teilte der weltgrößte Kupferrecycler am Donnerstag in Hamburg mit. Der Umsatz kletterte auf 1,643 (Vorjahr 0,762) Mrd. Euro. Der Konzern verfehlte die Erwartungen der Analysten. Diese hatten im Schnitt bei einem Umsatz von 1,665 Mrd. Euro einen Überschuss von 17,7 Mill. Euro erwartet.

Grund für den Umsatzzuwachs im dritten Quartal seien die stark gestiegenen Kupfer- und Edelmetallpreise sowie eine weltweit starke Nachfrage. Der Kupferpreis ist bei der NA allerdings ein durchlaufender Posten. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) verharrte bei 30 Mill. Euro. Die befragten Experten waren von 32 Mill. Euro ausgegangen. Das Vorsteuerergebnis (EBT) lag ebenfalls zum Vorjahr unverändert bei 27 Mill. Euro, während am Markt 30 Mill. Euro erwartet worden waren. Die Aktie stand vorbörslich leicht unter Druck.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2005/2 006 zeigte sich der Konzern weiterhin optimistisch. Es sei eine nochmalige Steigerung des Ergebnisses zu erwarten, sagte NA-Chef Werner Marnette laut Mitteilung. Damit sei die Grundlagen für die erneute Ausschüttung einer "sehr guten Dividende" geschaffen. Zuletzt hatten die Hamburger einen Euro je Aktie ausgeschüttet.

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres erwirtschaftete die NA bei einem Umsatz von 3,906 (2,125) Mrd. Euro einen Überschuss von 44 (37) Mill. Euro. Die Schmelzlöhne seien im dritten Quartal zunächst unter Druck geraten hätten sich dann aber erholt. Der Kupfermarkt sei weiter durch eine sehr große Nachfrage bestimmt. Die Kupfernotierung legte in der Spitze auf den Rekordwert von 8 788 Dollar je Tonne im Mai zu und schwankte seither zwischen 7 000 und 8 000 Dollar.

Marnette erwartet, dass sich die Rohstoff- und Produktmärkte weiter positiv entwickeln. Die entscheidenden Treiber seien dabei die starke globale Nachfrage sowie die positive konjunkturelle Entwicklung auf den deutschen und europäischen Kernmärkten. Mittelfristig seien aus heutiger Sicht keine grundlegenden Änderungen dieser Marktsituation zu erwarten. Die NA stellt mit weltweit 3 178 Mitarbeitern aus Kupfererz reines Kupfer her und verarbeitet es weiter zu Produkten, die beispielsweise in der Auto-, Elektro- und Bauindustrie verwendet werden.

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