Zwischenbilanz
Solarworld will Dividende nach Gewinnsprung deutlich anheben

Die Solarworld AG hat nach einem Gewinnsprung eine deutliche Erhöhung der Dividende in Aussicht gestellt. "Ich werde eine Erhöhung der Dividende auf 50 Cent je Aktie vorschlagen", sagte Vorstandschef Frank Asbeck am Dienstag in Bonn der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.

dpa-afx BONN. Im vergangenen Jahr hatte das TecDax-Schwergewicht 18 Cent je Anteil ausgeschüttet. Deutschlands führender Solarproduzent hatte im abgelaufenen Jahr seinen Überschuss auf 52 Mill. Euro fast verdreifacht. Der Umsatz wuchs auf 355 (Vorjahr: 199) Mill. Euro und der Gewinn vor Zinsen und Steuern kletterte um 170 Prozent auf 88 Mill. Euro. Das Ergebnisplus erklärte Asbeck mit Größeneffekten durch eine höhere Produktionsleistung. "Dadurch sinken die Kosten für die einzelnen Module deutlich", sagte er. Mit den Zahlen übertraf Solarworld die eigene Prognose.

Kurzfristig sollte der Markt leicht positiv reagieren, sagte ein Händler. Insgesamt halte sich die Überraschung nach den jüngsten Äußerungen auch im Zuge der Übernahme des Solargeschäfts von Shell aber in Grenzen. "Die Ergebnisse sind auf allen Ebenen besser als erwartet ausgefallen", sagte ein Analyst in einer ersten Reaktion. Dies sei sehr positiv, zumal die übernommenen Shell-Aktivitäten noch nicht in die Entwicklung einflössen. Vor allem die Ertragslage sehe gut aus. Solarworld-Aktien verloren in den ersten Handelsminuten um 0,44 Prozent auf 210,08 Euro.

Asbeck rechnet für das 2006 mit einem weiteren Ergebnisplus, der allerdings voraussichtlich unter dem Zuwachs des Vorjahres ausfallen wird. "Im laufenden Jahr wollen wir mindestens wie der Markt wachsen, also um 20 Prozent", sagte der Unternehmensgründer. Hinzu kämen positive Effekte durch die Übernahme der Solaraktivitäten von Shell. "Das wird 2006 unser Ergebnis positiv beeinflussen."

Das Bonner Unternehmen hatte vor wenigen Tagen die Übernahme der Shell-Aktivitäten angekündigt und wird damit nach eigenen Angaben zum drittgrößten Solarkonzern der Welt nach Sharp und BP. Die weltweite Solarbranche befindet sich dank staatlicher Förderung im Aufwind, wovon in Deutschland auch Q-Cells und Ersol profitieren. Experten rechnen mit einem jährlichen Zuwachs von 20 bis 30 Prozent, der bei ausreichender Versorgung mit dem Ausgangsstoff Silizium noch höher ausfallen könnte.

Mit dem Solargeschäft von Shell erhält Solarworld einen deutlich besseren Zugang zu den Vereinigten Staaten. Neben Bonn, Freiberg (Sachsen) gehört nun auch Kalifornien zu den Standorten des Unternehmens. Die Zahl der Mitarbeiter wuchs im vergangenen Jahr um 143 auf 759. Mit den Beschäftigten an den übernommenen Shell-Standorten erhöht sich die Beschäftigtenzahl auf mehr als 1 300.

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