Zwischenbilanz
Stada im Glück

Der Generikahersteller Stada hat im ersten Halbjahr nicht nur Gewinn und Umsatz gesteigert. Auch die Übernahme der der serbischen Pharma-Gruppe Hemofarm war erfolgreich.

HB FRANKFURT. Der Nettogewinn habe sich von 32 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum auf 42,2 Mill. Euro erhöht, teilte das Bad Vilbeler Unternehmen am Donnerstag mit. Analysten hatten im Schnitt mit 41 Mill. Euro gerechnet. Das operative Ergebnis lag bei 74,7 Mill. Euro, ein Plus von 33 Prozent. Der Umsatz kletterte um 18 Prozent auf 580 Mill. Euro.

„Mit den Steigerungsraten des Konzernumsatzes und des Konzerngewinns im ersten Halbjahr 2006 sind wir sehr zufrieden“, kommentierte Vorstandschef Harmut Retzlaff. Die laufende Übernahme von Hemofarm eröffne Stada zusätzliche Wachstumschancen.

Der Generikahersteller hatte jüngst den größten Zukauf in der Unternehmensgeschichte angekündigt. Mit der Übernahme von Hemofarm für gut 480 Mill. Euro will Stada seine Marktposition in Osteuropa ausbauen. Stada verfügt inzwischen über 97,9 Prozent der Anteile. Weitere Zukäufe schloss der Vorstand nicht aus. „Wir prüfen weiterhin kontinuierlich potenzielle Akquisitionsobjekte. Auch unter Einbezug der Hemofarm-Akquisition stehen uns dafür noch weitere Kreditlinien zur Verfügung“, sagte Finanzchef Wolfgang Jeblonski. In absehbarer Zeit seien zur Finanzierung aber auch geeignete Kapitalmaßnahmen vorstellbar.

Für das Gesamtjahr zeigte sich Deutschlands drittgrößter Hersteller von Nachahmermedikamenten optimistisch. Im Verhältnis zum Umsatz werde unverändert eine überproportionale Ergebnissteigerung angestrebt. Stada gehe davon aus, dass das im Mai in Kraft getretene Arzneimittelwirtschaftlichkeitsgesetz keine Auswirkungen auf die Prognose habe. Das Gesetz soll die Ausgaben für Medikamente begrenzen. Allerdings bleibe abzuwarten, ob die regulativen Eingriffe und die wettbewerblichen Reaktionen am Markt diese Einschätzung wirklich untermauern.

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