Zwischenbilanz
WCM schreibt rote Zahlen

WCM ist im ersten Halbjahr in die Verlustzone geraten. Das Geschäft in der Abfüll- und Verpackungstechnik sei geschrumpft. Auf Holdingebene fielen wegen Steuerstreitigkeiten höhere Beratungskosten an. Abschreibungen auf eine Beteiligung belasteten ebenfalls.

HB FRANKFURT. Wie der hoch verschuldete Beiligungskonzern mitteilte, lag der Verlust bei 18,5 Mio. Euro nach einem Gewinn von 3,4 Euro im Vorjahr. Vor Steuern betrug der Verlust 17,1 Mill. Euro. Im vergangenen Jahr hatte WCM noch einen Vorsteuergewinn 11,1 Mill. Euro ausgewiesen. Der Umsatz stieg um Prozent auf 461,2 Mill. Euro.

Im Bereich Abfüll- und Verpackungstechnik sei im zweiten Quartal das Ergebnis wegen der Markteinführung neuer Produkte und wegen Investitionen geschrumpft. Deutlich verbessert habe sich dagegen die Auftrags- und Ergebnissituation im Segment Sonstige Industriebeteiligungen.

Rückstellungen hatten WCM in eine finanzielle Schieflage gebracht. Ende Mai teilte das Unternehmen mit, dass das Eigenkapital auf weniger als die Hälfte des Grundkapitals geschrumpft sei. Ohne Rettungsmaßnahmen droht einem Unternehmen in einer solchen Situation die Insolvenz.

Jahresabschluss verschoben

WCM hatte die Vorlage des Jahresabschlusses mehrfach verschoben, um noch Gutachten zu den Steuernachforderungen erstellen zu lassen. Inzwischen prüft WCM eine Trennung von den Klöckner-Werken und eine Abwicklung des eigenen Unternehmens.

WCM hielt früher Beteiligungen an großen Unternehmen und verfügte über zahlreiche Immobilien, musste sich auf Grund hoher Schulden jedoch weitgehend davon trennen.

Die wichtigste verbliebene Beteiligung sind die Klöckner-Werke und dort wiederum die auf Abfüllung und Verpackungstechnik spezialisierte Dortmunder Tochter KHS. Die endgültigen Zahlen für das erste Halbjahr wird WCM am 11. August veröffentlichen.

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