Zwischenbilanz zur Hauptversammlung
BASF profitiert von teurem Öl und Gas

Dank eines florierenden Öl- und Gasgeschäfts hat der Chemiekonzern BASF das erste Quartal mit glänzenden Zahlen abgeschlossen. Das Kerngeschäft Chemie selbst schnitt allerdings nicht so berauschend ab.

HB MANNHEIM. „Bei bemerkenswert robuster Auftragslage hat sich unser Geschäft seit Jahresbeginn sehr gut entwickelt“, erklärte Vorstandschef Jürgen Hambrecht am Donnerstag anlässlich der Hauptversammlung in Mannheim. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sowie Sonderposten habe um 19 Prozent auf 1,87 Mrd. Euro zugenommen. Analysten hatten im Schnitt nur mit 1,67 Mrd. Euro gerechnet. Der Konzernumsatz legte um 24 Prozent auf 12,52 Mrd. Euro zu. Der Überschuss kletterte um 10 Prozent auf 950 Mill. Euro.

Für das Gesamtjahr erwartet BASF nun einen Anstieg des Ebit vor Sonderposten. Bislang hieß es lediglich, der Konzern wolle an den operativen Gewinn des Vorjahres anknüpfen. Beim Umsatz erwartet BASF für dieses Jahr einen deutlichen Zuwachs. „Wir haben den Ehrgeiz, weiterhin stärker zu wachsen als der Markt“, erklärte Hambrecht.

Den höchsten Beitrag zum Betriebsgewinn vor Sondereinflüssen im Konzern leistete im ersten Quartal mit 848 Mill. Euro das Öl- und Gasgeschäft. Der operative Gewinn in dem Bereich lag um 75 Prozent über dem Vorjahreswert. BASF profitierte insbesondere vom kräftigen Anstieg des Ölpreises. Für 2006 geht der Chemieriese nun von einem durchschnittlichen Rohölpreis von 60 Dollar je Barrel aus. Bisher hatte BASF mit 55 Dollar gerechnet.

Gewinneinbußen verzeichnete hingegen die Chemikaliensparte. Das Unternehmen habe stark gestiegene Rohstoff- und Energiepreise nicht vollständig auf die Kunden abwälzen können, begründeten die Ludwigshafener. Der Betriebsgewinn des Bereichs sank vor Sonderposten um 26 Prozent. Auch im Pflanzenschutz und im Ernährungsbereich verzeichnete BASF wegen des schwierigen Marktumfelds speziell in Brasilien einen Rückgang des operativen Gewinns um 24 Prozent. Im Kunststoffgeschäft erwischte BASF dagegen dank eines gestiegenen Absatzes und verbesserter Ertragskraft einen guten Jahresstart. Der Betriebsgewinn vor Sonderposten nahm um 23 Prozent zu.

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