Zwischenergebnis
Alstom legt die Messlatte höher

Der französische Industriekonzern Alstom hat ein ordentliches erstes Quartal hinter sich. Zwar lag der Umsatz niedriger als von Analysten geschäftzt, aber der Blick in die Zukunft fiel sehr positiv aus.

HB PARIS. Alstom hat seinen Umsatz in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres um 3 Prozent auf 3,189 Mrd. Euro gesteigert. Der Wert der Neubestellungen sei in dem Berichtszeitraum um 32 Prozent auf 4,694 Mrd. Euro geklettert, teilte der Konzern am Dienstag weiter mit. Analysten hatten im Schnitt mit einem höheren Umsatz von 3,418 Mrd. Euro, allerdings niedrigeren Neubestellungen im Wert von 3,965 Mrd. Euro gerechnet.

Der Auftragseingang habe „weit über den Erwartungen gelegen“, sagte ein Analyst. Außerdem erwarte der Konzern für das laufende Quartal eine Erholung der Transportsparte, was sich insgesamt positiv auf das Ergebnis auswirken werde. Das scheinen auch die Anleger zu glauben: Die Aktie stieg merklich.

Alstom erklärte, für das Geschäftsjahr 2006/2007 einen Umsatzanstieg von 8 Prozent zu erwarten. Zuvor hatte der Konzern mit einem Wachstum zwischen 6 und 7 Prozent gerechnet. Die operative Marge soll bis März 2008 von 5,6 Prozent im vergangenen Geschäftsjahr auf 7 Prozent klettern. Sollte sich der derzeitige Trend fortsetzen, stellte Chairman CEO Patrick Kron für das kommende Jahr eine Dividende in Aussicht.

Alstom wurde 2003 durch staatliche Beihilfen vor dem finanziellen Zusammenbruch bewahrt. Der Konzern war im abgelaufenen Geschäftsjahr in die Gewinnzone zurückgekehrt und hatte seine Zwei-Jahres-Prognose angehoben.

Nachdem Alstom mehrere Jahre nicht im französischen Blue-Chip-Index CAC-40 geführt wurde, soll es Ende Juli wieder aufgenommen werden. Dies gilt am Markt als Signal für das Vertrauen der Anleger, dass die finanziellen und industriellen Probleme des Konzerns überwunden wurden. Alstom gehört zu 23,3 Prozent dem französischen Konglomerat Bouygues SA.

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