Zwischenergebnis
Konica-Minolta bekommt Abkehr von Fotografie gut

Die Ankündigung von Konica-Minolta, sich aus dem angestammten Bereich Fotografie zurückzuziehen, hatte Anng des Jahres für helle Aufregung in der Branche gesorgt. Die Wogen haben sich mittlerweile geglättet und das jüngste Zwischenergebnis zeigt, dass die Entscheidung so falsch nicht war.

HB/der TOKIO. Im ersten Quartal steigerte Konica Minolta den Nettogewinn um 44 Prozent auf 10,56 Mrd. Yen. (72 Mill. Euro) und begründete dies am Donnerstag mit der Reduzierung der Kosten sowie dem schwachen Yen. Der Umsatz fiel um 1,1 Prozent auf 241,27 Mrd. Yen (1,64 Mrd. Euro). Der Umsatzrückgang sei Folge der Verkleinerung der Fotosparte im Rahmen der Restrukturierung. Zuwächse im Bereich Kopierer hätten jedoch die Rückgänge im Fotobereich wieder etwas ausgeglichen.

Konica Minolta hat große Teile seines Fotogeschäfts aufgegeben, vor allem die Produktion von filmbasierten Kameras und Minilaboren. Die Produktion von Digitalkameras hat das Unternehmen an Sony abgetreten. Die Herstellung von Fotofilmen und Fotopapier läuft im März 2007 aus.

Konica Minolta hatte Anfang November eine Umstrukturierung angekündigt, bei der 3 700 seiner weltweit etwa 33 000 Arbeitsplätze abgebaut werden sollen. Das Unternehmen ist bei Kopierern die Nummer vier der Branche hinter Canon, Xerox und Ricoh. Bei Spiegelreflexkameras war Minolta, die sich vor zwei Jahren nicht zuletzt wegen der Umwälzungen bei der Fototechnik mit Konica zusammenschlossen, die Nummer drei hinter Canon und Nikon. Das in Tokio ansässige Unternehmen ist zudem der weltweit drittgrößte Hersteller von Fotofilmen und Fotopapier nach Eastman Kodak und Fuji Photo Film.

Mit Kameras lässt sich momentan nur noch schwer Geld verdienen. Zwar verkaufen sich Digitalkameras bestens, doch die Produktzyklen sind wegen des technischen Fortschritts dermaßen schnell, dass kaum die Entwicklungskosten eingespielt werden können. Dies schaffen nur die ganz Großen der Branche wie Canon und Nikon mit entsprechendem Umsatz. Konica Minolta gehörte nicht mehr dazu. Das Unternehmen konzentriert sich nun neben der Bürotechnik auf medizinische Geräte und Teile für die Display-Fertigung.

Der Umbau bekommt dem Unternehmen: Konica Minolta hat die Prognose für den konsolidierten Nettogewinn im ersten Halbjahr 2006/2007 per Ende September von 11 auf 15,5 Mrd. Yen angehoben. Der Umsatz soll im Halbjahr nun 490 statt 480 Mrd. Yen erreichen. Im Gesamtjahr per Ende März werde weiterhin mit einem Konzernumsatz von 980 Mrd. Yen und einem Nettogewinn von 30 Mrd. Yen gerechnet.

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