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Zwischenfall in Tuscaloosa: Im Mercedes durchs politische Minenfeld

Ein deutscher Mercedes-Manager wird im US-Bundesstaat Alabama vorübergehend festgenommen. Kurz darauf wird er zum Helden der Bürgerrechtsbewegung. Die Geschichte eines kleinen Vorfalls mit großer Wirkung.

Eine Mitarbeiterin im Mercedes-Werk in Tuscaloosa. Quelle: dpa
Eine Mitarbeiterin im Mercedes-Werk in Tuscaloosa. Quelle: dpa

WashingtonGeht es nach der Rockband Lynyrd Skynyrd, ist in Alabama ja alles prima. Der Himmel ist stets blau und in der Hauptstadt Birmingham, da lieben die Menschen ihren Gouverneur. So heißt es jedenfalls in dem Ohrwurm von 1974, „Sweet Home Alabama“.

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Für Detlev H. dürfte das wie Hohn klingen.

Es war vor knapp zwei Wochen, als der deutsche Mercedes-Manager Bekanntschaft mit den nicht so süßen Seiten des US-Südstaates machte. H. war im Rahmen eines Werksbesuchs mit seinem Mietwagen in der Nähe der Mercedes-Fabrik Tuscaloosa unterwegs, als er bei einer Verkehrskontrolle vorübergehend festgenommen wurde. Sein Vergehen: Er hatte nur einen Personalausweis dabei, der Reisepass lag im Hotel. Ein Routinefall, Peinlich, aber schnell überstanden. So sah es aus.

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Doch hier beginnt die Geschichte erst. Eine Geschichte, an deren Ende H. zum Helden von Bürgerrechtlern und Wirtschaftsfreunden gleichermaßen wurde. Ohne es zu ahnen war der Deutsche mit seinem Mietwagen mitten in ein politisches Minenfeld  gefahren.

Den Anfang machte jener 18. November, an dem H. mit seinem Pass-Missgeschick gegen das schärfste und umstrittenste Einwanderungsgesetz Amerikas verstieß. „Alabama HB56“, so der Titel, verlangt von jedem, jederzeit bei einer Kontrolle seine Aufenthaltsgenehmigung vorzuweisen. Kann er das nicht, klicken die Handschellen.

  • 29.11.2011, 14:37 UhrAnonymer Benutzer: Copy_and_Paste

    Heute hat Lieb den Vorwurf der Bereicherung zurückgewiesen. Liebs Anwalt Stefan Nägele sagte am Dienstag bei einem Gütetermin vor dem Arbeitsgericht Stuttgart (Az: 23 CA 8783/11), die Vorwürfe entbehrten jeder Grundlage. Lieb habe sich im Zuge von Umbauarbeiten und luxuriösen Einkäufen für die Dienstvilla im US-Bundesstaat New Jersey keine rechtswidrigen Vermögensvorteile verschafft und sei daher zu Unrecht von Daimler fristlos entlassen worden.

  • 29.11.2011, 12:56 UhrAnonymer Benutzer: Smokie2011

    Löblich, solche Gesetze bräuchten wir auch in Deutschland. Allein für nen 6er Budweiser im Kofferraum sollte es die Höchststrafe geben.

    Und wer zu blöd ist, im Ausland seinen Pass bei sich zu tragen, trägt selbst die Schuld. Zumal die USA für ihre verschärften Einwanderungsgesetze mittlerweile bekannt sein sollten...

  • 29.11.2011, 12:26 UhrAnonymer Benutzer: DgBmdsS

    Glückspilz; In einem republikanischen Bundesstaat steht auf ein solches Vergehen normalerweise sofortige Erschießung in Notwehr.

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