Zwölf Fragen an: Hans-Georg Härter
„Die Lage ist tatsächlich ernst“

Gewinn- und Auftragseinbruch bei Daimler, Produktionskürzungen bei VW und BMW. Die Automobilindustrie ist in der Krise und reißt die Zulieferbetriebe mit. Im Handelsblatt-Interview verrät Hans-Georg Härter, Chef des Zulieferers ZF Friedrichshafen wie er sein Unternehmen auch ohne Kündigungen durch die Krise steuern will.

Handelsblatt: Die Schreckensmeldungen bei Ihren Kunden aus der Automobilindustrie reißen nicht ab: Gewinn- und Auftragseinbruch bei Daimler, massive Produktionskürzungen auch bei VW und BMW. Übertreiben die Hersteller, oder ist die Lage wirklich so ernst?

Hans-Georg Härter: Die Lage ist tatsächlich ernst. Die Produktionsrückgänge sind seit diesem Monat erheblich, auf das ganze Jahr 2008 gesehen aber nicht dramatisch. Jetzt kommt es darauf an, wie sich die Situation im Hinblick auf 2009 entwickelt.

Wann trifft es ZF Friedrichshafen als Zulieferer?

Die Auftragslage bei ZF ist insgesamt zurückgegangen, wir passen uns ja dem Produktionsvolumen der Hersteller an. Die geringere Auslastung können wir derzeit flexibel abfedern, zuerst reduzieren wir natürlich die Mehrarbeit und nutzen die Gleitzeitkonten.

Wie sieht es mit Ihrem Auftragseingang konkret aus?

Der Auftragseingang ist rückläufig, allerdings dürfen Sie die Produktionsrückgänge der Automobilhersteller nicht eins zu eins auf ZF beziehen. Unsere Produkte sind nicht in allen Fahrzeugen gleich stark vertreten.

Müssen auch Sie Ihre Prognose erneut revidieren?

Unsere Umsatzprognose für dieses Jahr haben wir bereits im September angepasst. Wir rechnen für das Gesamtjahr 2008 mit drei Prozent Wachstum und werden voraussichtlich 13 Milliarden Euro Umsatz erreichen.

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