Zwölf Mitarbeiter unter Verdacht
Untreue-Affäre bei Daimler-Chrysler: Neue Durchsuchung

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat ihre Ermittlungen in der Untreue-Affäre bei der Daimler-Chrysler AG mit einer weiteren Durchsuchung ausgedehnt.

HB STUTTGART. Eine Behördensprecherin sagte laut einem Bericht der Nachrichtenagentur ddp, am Mittwoch seien die Wohnung und der Arbeitsplatz eines Mitarbeiters von Daimler-Chrysler in Berlin durchsucht worden. Ein Abschluss des groß angelegten Ermittlungsverfahrens sei noch nicht in Sicht. Es werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen, sagte die Sprecherin. DaimlerChrysler bestätigte die Durchsuchung, wollte aber keine weiteren Angaben dazu machen.

Zur genauen Funktion des von der jüngsten Durchsuchung betroffenen Mitarbeiters machte die Staatsanwaltschaft laut ddp keine Angaben. Er gehöre zu den insgesamt zwölf Beschuldigten, gegen die sich die Ermittlungen richteten. Zum großen Teil handelt es sich um ehemalige Konzernmitarbeiter im Vertrieb oder in der Bauabteilung, denen Untreue zum Nachteil von Daimler-Chrysler oder Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr vorgeworfen wird. Gegen einen Geschäftspartner wird wegen Bestechung ermittelt.

Bei dem Untreue-Vorwurf geht es um Bauarbeiten an Privathäusern. Der Vorwurf der Bestechlichkeit bezieht sich auf die Annahme von Sachleistungen durch Daimler-Chrysler-Mitarbeiter von dem beschuldigten Geschäftspartner. Die Staatsanwaltschaft hatte bereits im März und April Geschäfts- und Wohnräume in mehreren Städten durchsucht. Dabei wurden zahlreiche Unterlagen sichergestellt. Die Affäre kostete bereits mehrere Manager des Konzerns den Posten. Sie kam ins Rollen, nachdem die Staatsanwaltschaft Ende Januar ein erstes Ermittlungsverfahren gegen den entlassenen Top-Vertriebsmanager Eckhard Panka eingeleitet hatte.

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