Zyprexa-Streit
Eli Lilly zahlt 690 Millionen Dollar für Vergleich

Im Gerichtsverfahren um das Schizophrenie-Medikament Zyprexa hat sich der US-Pharmakonzern Eli Lilly mit einem großen Teil der Kläger auf einen Vergleich geeinigt.

HB SAN FRANZISKO. Für rund drei Viertel aller anhängigen Klagen zu Zyprexa solle ein Vergleich in Höhe von insgesamt 690 Mill. Dollar geschlossen worden, teilte Eli Lilly am späten Donnerstagabend mit. Nach Schätzungen des Konzerns sind damit rund 8000 Klagen abgedeckt. Die Kläger hatten dem in Indianapolis ansässigen Arzneimittelhersteller vorgeworfen, er habe bei dem Schizophrenie-Mittel nicht ausreichend darauf hingewiesen, dass es Diabetes ähnliche Symptome verursachen könne. In der Bilanz des zweiten Quartals will Lilly nun vor Steuern Aufwendungen von mindestens 700 Mill. Dollar für die Einigung verbuchen.

In der Mehrzahl der Klagen war dem Pharmariesen vorgeworfen worden, er habe vor September 2003 das Medikament nicht ausreichend mit Warnhinweisen zu möglichen Nebeneffekten versehen. Eli Lilly hatte dagegen argumentiert, die Klagen entbehrten jeder Grundlage. Der Konzern habe in den Informationen zur Anwendung seit 1996 hohe Blutzucker-Werte und Diabetes als mögliche Risiken aufgelistet.

Im Rahmen der Einigung will Lilly nun einen Fonds über die Summe von höchsten 690 Mill. Dollar errichten, der Klägern zur Verfügung steht, die dem Vergleich zustimmen. Der Arzneimittelhersteller teilte außerdem mit, er werde in den noch ausstehenden Klagen Zyprexa vehement verteidigen.

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