11 Millionen Haushalte ohne Zugang
Arena erreicht ein paar Fußball-Fans mehr

Live-Berichte der Fußball-Bundesliga werden nun auch für Kabel-Kunden in Baden-Württemberg zu empfangen sein. Der Sportrechtevermarkter Arena hat sich mit dem dortigen Netzbetreiber geeinigt. Millionen Haushalte bleiben aber weiter ohne Zugang.

HB MÜNCHEN/HEIDELBERG. Der Bundesliga-Sender ist mit der Einigung bei der Partnersuche für sein Fußball-Live-Programm einen Schritt vorangekommen. Kabel BW speist die Übertragungen in sein Kabelnetz in Baden-Württemberg ein. Nach eigenen Angaben kann Arena durch diesen Abschluss insgesamt rund 25 der 36 Mill. TV-Haushalte in Deutschland über Kabel und Satellit erreichen.

Weiter offen ist vor allem eine Einigung zwischen Arena und dem Marktführer Kabel Deutschland. Rund 11 Millionen Kabel-Kunden in 13 Bundesländern haben nach derzeitigem Verhandlungsstand keinen Zugang zu den Bundesliga-Berichten von Arena. Eine fast komplette Kabelabdeckung gibt es derzeit nur für Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg.

„Die Partnerschaft mit Kabel BW ist ein wichtiger Meilenstein, der unsere Reichweite noch einmal deutlich steigert“, sagte Arena - Geschäftsführer Christoph Bellmer über die zusätzlichen 2,3 Mill. Anschlüsse. Der monatliche Abo-Preis soll 14,90 Euro betragen. Arena, eine hundertprozentige Tochter des Kabelnetzbetreibers Unity Media, hatte im Dezember 2005 die Live-Rechte der Fußball-Bundesliga erworben.

Arena hatte die Live-Übertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga erworben und damit den Pay-TV-Sender Premiere aus dem Rennen geschlagen, dessen Aktie seitdem rund zwei Drittel ihres Wertes eingebüßt hat. Die Bundesliga-Live-Sendungen von Arena sollen über Satellit übertragen werden, im Kabel ist die Übertragung bislang in den Netzen der Arena-Muttergesellschaft Unity in Hessen und Nordrhein-Westfalen sowie nun in Baden-Württemberg geplant.

Kabel Deutschland dementiert Übernahmepläne für Premiere

Die Gespräche mit dem größten Netzbetreiber Kabel Deutschland (KDG) ziehen sich dagegen seit Monaten hin. Ein KDG-Sprecher betonte, sein Unternehmen sei auf jeden Fall interessiert, das Live-Angebot von Arena zeigen zu können. „Wir wollen das unseren Kunden anbieten“, sagte er. Letztlich seien die Verhandlungen aber noch nicht an einem konsensfähigen Punkt angekommen.

KDG wies gleichzeitig Gerüchte an den Finanzmärkten zurück, eine Übernahme des beim Bundesliga-Poker unterlegen Pay-TV-Senders Premiere zu planen. „Bei uns steht das nicht auf der Agenda“, sagte der KDG-Sprecher. Die Aktie von Premiere, die bei der Bundesliga-Übertragung auf die Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom bei der Live-Übertragung per Internet beschränkt ist, hatte wegen der Spekulationen zeitweise sechs Prozent an Wert gewonnen. Nach dem Dementi des KDG-Sprechers gab die im Nebenwerteindex MDax notierte Aktie einen Teil der Kursgewinne wieder ab.

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