13,5 Milliarden Dollar Kaufpreis
Symantec schluckt Veritas

Die US-Hersteller von Sicherheits-Software Symantec kauft Veritas für rund 13,5 Milliarden Dollar im Zuge eines Aktientauschs. Damit steigt Symantec in den Markt für Datensicherungs- und Wiederherstellungsprogramme ein.

HB NEW YORK. Beide Direktorien hätten der Transaktion bereits zugestimmt, gaben die zwei Unternehmen am Donnerstag in New York bekannt. Das neue Unternehmen werde weltweit die Nummer Vier in der Softwarebranche. Vereinbart sei, dass Symantec im Rahmen eines Aktientauschs 30,78 Dollar je Veritas-Aktie zahle. Dies entspräche einem Aufschlag von 9,5 % auf den Schlusskurs der Veritas-Papiere von 28,11 Dollar am Mittwoch an der Nasdaq. Im vorbörslichen Handel legten die Titel nach der Ankündigung auf 28,99 Dollar zu. Die Anteilsscheine von Symantec - das Unternehmen ist unter anderem für die Anti-Virus-Software Norton bekannt - büßten mehr als vier Prozent auf 26,25 Dollar ein. Analysten bewerteten die Pläne positiv.

Das neue Unternehmen soll unter dem Namen Symantec firmieren und beschäftigt bei einem Umsatz von insgesamt fünf Mrd. Dollar dann rund 13 000 Mitarbeiter. Symantec-Aktionäre werden 60 % und Veritas-Eigner 40 % der Anteile daran halten. Die Besitzer von Veritas-Aktien sollen bei der Übernahme pro Papier 1,242 Aktien von Symantec erhalten. Der Abschluss der Transaktion ist für das zweite Quartal 2005 geplant. Mit der Übernahme schreitet der Konsolidierungsprozess in der US-Softwarebranche voran. Erst Anfang der Woche hatte der Hersteller von Unternehmenssoftware Oracle die Übernahme seines kleineren Rivalen PeopleSoft bekannt gegeben.

Symantec-Chef John W. Thompson, der auch das neue Unternehmen führen soll, erklärte, mit der Übernahme biete Symantec seinen Kunden künftig die Sicherung von Informationen und die Verfügbarkeit von Daten aus einer Hand. Symantec erwartet durch die Veritas-Übernahme Kosteneinsparungen von rund 100 Mill. Dollar. Stellenstreichungen sei aber nicht geplant. Im Geschäftsjahr 2006 rechnet Symantec mit einem Umsatz des fusionierten Unternehmens von rund fünf Mrd. Dollar.

Obwohl Symantec zunächst zahlreiche Integrationsfragen zu lösen habe, sollte die Übernahme von Veritas sich langfristig positiv auswirken, sagte Analyst Nitsan Hargil von Friedman Billings Ramsey. Das Geschäft bremse zwar das Symantec-Wachstum drastisch, sagte er zum einen. Zum anderen stellte er aber fest: „Längerfristig wird es ein Unternehmen geben, das Lösungen anbieten kann wie kein anderes."

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