14 Cent je Aktie Gewinn erzielt
Online-Werbung beschert Yahoo mehr Gewinn

Der US-Internetkonzern Yahoo hat im ersten Quartal dank einer Erholung des Geschäfts mit Online-Werbung mehr verdient. Die Analystenerwartungen wurden klar übertroffen.

HB SAN FRANCISCO. Zudem hob der vor allem durch sein Internetportal und seinen E-Mail-Dienst bekannte Anbieter wegen positiver Geschäftsaussichten die Umsatzprognosen an. An der Börse kletterten die Yahoo-Aktien auf den höchsten Stand seit November 2000 und stützten am Donnerstag weltweit Technologieaktien.

„Wir haben seit langer Zeit nicht mehr ein solches Ausmaß beim Wachstums bei Yahoo gesehen“, urteilte Mark Mahaney, Analyst von American Technology Research. „Sie scheinen überraschend stark zu sein“, sagte Safa Rashtchy von Piper Jaffray zu den Zahlen. „Das übertrifft selbst unsere Erwartungen.“ Im nachbörslichen Handel kletterten die an der US-Technologiebörse Nasdaq notierten Yahoo-Papiere um gut zehn Prozent 53,46 Dollar. Ihr Allzeithoch hatte die seit Jahren als Indikator für den Internet-Markt geltende Aktie im Januar 2000 bei 250 Dollar.

Das mit Microsoft und Google konkurrierende Unternehmen hatte am Mittwoch nach Börsenschluss in den USA mitgeteilt, der Netto-Gewinn sei zwischen Januar und März auf 101 Mill. Dollar oder 14 Cent je Aktie einschließlich aller Wandlungsrechte gestiegen. Im Vorjahreszeitraum hatte der Gewinn 47 Mill. Dollar oder acht Cent je Aktie betragen.

Der Umsatz stieg das neunte Quartal in Folge an und verdoppelte sich nahezu auf 550 Mill. Dollar. Dabei profitierte Yahoo auch von der Übernahme des Suchmaschinen-Anbieters Overture Services. Wie Konkurrent Google bietet Overture Werbeeinträge in Suchmaschinen-Ergebnissen an. In den Quartals-Umsätzen sind jene Werbeerlöse nicht enthalten, die sich Yahoo zur Steigerung des Internet-Verkehrs mit Vertriebspartnern teilt (so genannte Traffic Acquisition Costs). Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Gewinn von elf Cent je Aktie bei einem Umsatz von 501 Mill. Dollar gerechnet.

„Ich denke wir stehen gerade erst am Anfang von unseren Möglichkeiten, mit großen Werbetreibenden ins Gespräch zu kommen und ihre Bedürfnisse besser befriedigen zu können“, sagte Yahoo-Chef Terry Semel. Bislang macht Online-Werbung nur einen Bruchteil der in klassischen Medien geschalteten Werbung aus. Optimistisch äußerte sich das in Sunnyvale im US-Bundesstaat Kalifornien ansässige Unternehmen auch über die künftigen Einnahmen aus dem Verkauf von breitbandigen, also schnellen Internet-Zugängen.

Für das laufende Quartal und das Gesamtjahr hob Yahoo den Umsatzausblick an. Für das zweite Quartal zum 30. Juni sei ohne Berücksichtigung der Traffic Acquisition Costs mit einem Umsatz zwischen 580 und 615 Mill. Dollar zu rechnen. Analysten sagten bisher für diesen Zeitraum im Schnitt einen Umsatz von 535 Mill. Dollar voraus. Für das Gesamtjahr peilt Yahoo nun einen Umsatz von 2,4 Mrd. bis 2,5 Mrd. Dollar an. Auch damit liegt Yahoo über den Erwartungen von Analysten, die bislang 2,2 Mrd. Dollar prognostiziert hatten. Zu den Gewinnaussichten machte Yahoo keine Angaben.

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