14 Cent pro Aktie
Peoplesoft-Gewinn leicht gestiegen

Der US-Softwarehersteller und SAP-Konkurrent Peoplesoft hat im zweiten Quartal 2003 den Gewinn leicht gesteigert. Zu diesem Ergebnis trug das Angebot des Unternehmens an die Software-Kunden bei, bei einer eventuellen Übernahme durch den Konkurrenten Oracle einen Preisnachlass zu gewähren.

Reuters SAN FRANCISCO. Finanzchef Kevin Parker sagte am Donnerstag, für das laufende dritte Quartal erhöhe Peoplesoft die Erwartungen für den Gewinn je Aktie. Peoplesoft, das das feindliche Übernahmeangebot von Oracle über 6,3 Mrd. Dollar abwehren will, verzeichnete im zweiten Quartal einen Reingewinn von 36,5 Mill. Dollar oder elf Cent je Aktie. Im gleichen Vorjahreszeitraum hatte der Reingewinn 36,0 Mill. Dollar oder elf Cent je Aktie betragen. Bereinigt um Sonderposten sei je Aktie ein Gewinn von 14 Cent erreicht worden, teilte das im kalifornischen Pleasanton beheimatete Unternehmen nach Börsenschluss mit. Analysten hatten den Gewinn je Aktie im Durchschnitt mit ebenfalls 14 Cent prognostiziert. Den Umsatz gab das Unternehmen mit 497,4 (Vorjahr 482,2) Mill. Dollar an.

Analysten hatten befürchtet, dass das Übernahmeangebot von Oracle den Umsatz von Peoplesoft stark drücken werde. Peoplesoft hatte aber bereits Anfang Juli mitgeteilt, dass sein Quartalsergebnis besser als ursprünglich erwartet ausfallen werde.

„Die einfache Wahrheit hinter unserem starken Quartal lautet, dass wir ein starkes Unternehmen sind“, erklärte CEO Craig Conway. „Alle Produktlinien und Dienstleistungsangebote, alle Bereiche und Produktionszweige laufen gut.“

Finanzchef Parker sagte, Peoplesoft rechne für das dritte Quartal mit einem Gewinn je Aktie von 13 bis 14 Cent. Von Reuters Research befragte Analysten hatten eine Gewinn je Aktie von zwölf Cent erwartet. Beim Umsatz rechnete Parker mit 470 bis 480 Mill. Dollar. Analysten gehen gegenwärtig von 470,8 Mill. Dollar Umsatz im dritten Quartal aus.

Der Kurs der Peoplesoft-Aktie stieg um einen Cent und schloss an der Nasdaq bei 17,90 Dollar. J.D. Edwards blieben unverändert bei 14,70 Dollar, und Oracle-Aktien fielen um 32 Cent auf 12,09 Dollar.

„Das Angebot von Oracle hat das Unternehmen und seine Kunden wachgerüttelt“, sagte Eric Upin, Analyst bei Wells Fargo Securities. „So weit, so gut.“ Nun bleibe es abzuwarten, ob die Ergebnisse eine einmalige Angelegenheit mit vielen Tricks seien oder ob der Auftritt des Unternehmens nachhaltig sei.

Peoplesoft will in dieser Woche seinerseits den kleineren Rivalen J.D. Edwards übernehmen. Die US-Kartellbehörde hatte bereits den Weg für diese freundliche Übernahme freigemacht. Oracle hatte daraufhin seinen Willen zur Übernahme von Peoplesoft bekräftigt und die Frist zur Annahme des Angebots um rund vier Wochen bis Mitte August verlängert. Ein Zusammenschluss von Peoplesoft und J.D. Edwards würde Oracle den zweiten Platz am Markt für betriebswirtschaftliche Software hinter der deutschen SAP streitig machen. Als Nutznießer der Übernahmeschlacht sehen viele Analysten SAP, da sich viele Kunden aus Unsicherheit dem Walldorfer Konzern zuwenden könnten. SAP wies allerdings am Donnerstag einen Rückgang des wichtigen Software-Lizenzumsatzes von April bis Juni im Vergleich zum Vorjahresquartal um 13 % auf 431 Mill. € aus. Der Umsatzrückgang dieses Bereichs war stärker als von Analysten erwartet.

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