18-Milliarden-Dollar-Deal Toshibas neuer Chef will Verkauf der Chip-Sparte durchziehen

Toshiba will seine Chipsparte an Bain Capital verkaufen. Doch Chinas Kartellbehörde macht Probleme. Einen Rücktritt soll es aber nicht geben.
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Toshiba will seine Chipsparte an Bain Capital verkaufen Quelle: Reuters
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Toshiba war in finanzielle Schwierigkeiten geraten und hatte den Verkauf verschiedener Unternehmensteile angestoßen.

(Foto: Reuters)

TokioDer neu angetretene Chef von Toshiba will trotz der verstrichenen Frist am Verkauf der Chipsparte festhalten. Auch wenn die 18-Milliarden-Dollar schwere Veräußerung an ein von US-Finanzinvestor Bain Capital geführtes Konsortium nicht wie zunächst vereinbart bis Ende März abgeschlossen werden konnte, soll der Deal so schnell wie möglich über die Bühne gehen, sagte der kürzlich angetretene Konzernchef Nobuaki Kurumatani am Dienstag. Von dem nun möglich gewordenen Rücktrittsrecht werde kein Gebrauch gemacht, es sei denn, es würden gravierende Änderungen auftreten. Dies sei etwa der Fall, wenn die chinesischen Aufsichtsbehörden ihre Zustimmung verweigerten.

Der Verkauf der Sparte hatte sich verzögert, weil die chinesischen Kartellbehörden noch nicht grünes Licht gegeben haben. Durch das Verstreichen der Frist hat Toshiba die Option, sich ohne Ausgleichszahlung von dem Verkauf zurückzuziehen. Dies würde es dem japanischen Industriekonzern ermöglichen, den Verkauf neu zu verhandeln oder die Sparte an die Börse zu bringen, was einzelne Investoren gefordert hatten.

Toshiba war durch die Insolvenz seiner US-Atomsparte Westinghouse in finanzielle Schwierigkeiten geraten und hatte den Verkauf verschiedener Unternehmensteile angestoßen, um wieder Geld in die Kasse zu bekommen. Nach monatelangem Ringen hatte das Traditionsunternehmen im September Bain Capital als Käufer für seine Chipsparte gewonnen, die immer noch den Großteil der Gewinne des Gesamtkonzerns einfährt.

Der neue Firmenchef, ein früherer Banker, der zuletzt Japan-Chef der Beteiligungsgesellschaft CVC Capital Partners war, kündigte an, bis zum Jahresende einen fünfjährigen Sanierungsplan vorlegen zu wollen. Der Schwerpunkt solle künftig auf Dienstleistungen liegen, die die Fertigung mit digitalen Technologien verbinde.

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