20 Jahre Privatfunk
Privater Rundfunk will mehr Kontrollgremien

Deutschlands private Rundfunkanbieter wollen ein bundesweites Kontrollgremium für Werbung, auch für die öffentlich-rechtlichen Sender. Mehr Gremien nach nach dem Vorbild der Kommission für Jugendmedienschutz seien nötig.

HB MAINZ. Über die einzelnen Landesmedienanstalten hinaus bestehe „bundeseinheitlicher Entscheidungsbedarf“, sagte der Direktor der Landeszentrale für private Rundfunkveranstalter Rheinland-Pfalz (LPR), Manfred Helmes, am Mittwoch in Mainz. Etwa bei der Werbung sei ein bundesweites Kontrollgremium wichtig - möglichst auch gemeinsam für privaten und öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Die Kommission für Jugendmedienschutz hat die gemeinsame Aufsicht über Rundfunk und Internet samt den erhöhten Anforderungen an den Jugendschutz. Sie zertifiziert die Einrichtungen der Selbstkontrolle.

Grundsätzlich habe der private Rundfunk in den 20 Jahren seines Bestehens „frischen Wind auch in die öffentlich-rechtlichen Programme gebracht“, sagte Helmes. Zwar gebe es auch „problematische Formate“ in der Programmgestaltung wie Dschungel- oder einzelne Gerichtsshows, aber Deutschland habe das beste Free-TV-System in ganz Europa. Mit Blick auf die Digitalisierung forderte Helmes vom Staat finanzielle Unterstützung der Infrastruktur. Zwar sei die Einführung des Digitalfernsehens im Rhein-Main-Gebiet zum Jahresende gesichert, für das gesamte Land gebe es bislang jedoch keinen Zeithorizont.

Zum 20-Jahres-Jubiläum hat die LPR mit der Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten (ALM) am Mittwoch (16.6.) in Mainz zu einem hochkarätig besetzten Symposium eingeladen. Unter dem Titel „Zwanzig Jahre nach dem Urknall - Zur Zukunft des privaten Rundfunks“ sprechen die Medienbeauftragte der Bundesregierung, Staatsministerin Christina Weiss, der Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder, Ministerpräsident Kurt Beck (SPD), sowie nationale und internationale Medienvertreter. Zum abendlichen Festakt des Verbandes Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT) in der Mainzer Staatskanzlei wird auch Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) erwartet.

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