2003 bringt die Transaktion nur Verlust
International Media trennt sich von seiner Tochter

Der Münchener Filmfinanzierer IM InternationalMedia erhofft sich, durch den Verkauf seiner defizitären Tochter Initial Entertainment Group wieder schwarze Zahlen schreiben. Kosten sollen gesenkt und Schulden abgebaut werden. Auch die Liquidität soll davon profitieren.

HB MÜNCHEN. 2003 wird sich die Transaktion allerdings unter dem Strich mit einem hohen Verlust niederschlagen.

„Bilanziell macht sich die Veräußerung durch einen Verlust aus der Entkonsolidierung in Höhe von 55,5 Millionen Euro bemerkbar“, teilte die im SDax gelistete Gesellschaft am Freitag in München mit. Ein Sprecher stellte klar, dass dieser Betrag in der Gewinn- und Verlustrechnung komplett auf das Netto-Ergebnis durchschlagen werde. Rein operativ gehe IM hingegen wie angekündigt weiterhin von einem operativen Verlust im „ein- bis leicht zweistelligen Millionenbereich“ aus.

Da die Transaktion noch im Abschluss 2003 verbucht wird, wird die Gesellschaft ihre Bilanz voraussichtlich erst im April vorlegen. Die Aktie des Medienunternehmens verlor im frühen Handel sechs Prozent auf 1,09 Euro, erholte sich dann aber zügig und lag schließlich noch mit 0,9 Prozent im Minus.

Initial Entertainment, die nun von den Medienunternehmern Graham King und Colin Cotter übernommen wird, hat den Angaben zufolge 2003 einen operativen Verlust von 7,1 (2002: plus 25,5) Millionen Euro verbucht. Durch den Verkauf könne sich International Mediamittelfristig mindestens 32 Millionen Euro an zusätzlicher Liquidität verschaffen. Ursache hierfür seien der Entfall von Zahlungen an die Altgesellschafter, Gewinnbeteiligungen an Filmen sowie der Erhalt von Filmrechten.

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