2004 operativen Gewinn angepeilt
Viva Media 2003 tief in der Verlustzone

Der Medienkonzern Viva Media ist 2003 durch rückläufige Werbeeinnahmen sowie Sonderabschreibungen und Rückstellungen tief in die Verlustzone gerutscht. Für 2004 erwarten die Kölner aber wieder einen operativen Gewinn.

HB FRANKFURT. Viva rechne im laufenden Jahr operativ zumindest mit einer positiven Null, sagte Finanzvorstand Christian Gisy am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Wie hoch der Betriebsgewinn (Ebita) ausfallen werde, hänge unter anderem von der Entwicklung der Werbeeinnahmen ab. Das Unternehmen setze dabei auf eine Erholung des Werbemarktes vor allem in der zweiten Jahreshälfte, nachdem sich die Lage zum Jahresbeginn gegenüber dem Vorjahr noch nicht wesentlich verbessert habe. Für 2003 wies Viva einen Betriebsverlust von 4,4 Mill. € nach einem operativen Gewinn von 26 Mill. € ein Jahr zuvor aus.

Die Viva Media AG betreibt den Musiksender Viva und erstellt und verkauft mit der Tochter Brainpool Fernsehproduktionen wie „TV Total“ mit Stefan Raab. Ab Mai produziert das Unternehmen auch die neue Late-Night-Show auf Sat.1 mit Anke Engelke.

Viva erwarte 2004 von der Tochter Brainpool, die für TV-Produktionen zuständig ist, ein deutlich positives Betriebsergebnis, sagte Gisy. Das operative Ergebnis des Musikkanals Viva solle unterdessen „positiver als 2003“ ausfallen. Brainpool hatte 2003 ein Rekordergebnis von 9,7 Mill. € erwirtschaftet, nachdem es 2002 noch einen Verlust von 1,5 Mill. € eingefahren hatte. Die Musik-TV-Sparte dagegen rutschte operativ noch stärker in die roten Zahlen und steigerte den Verlust auf 7,7 Mill. € nach 1,2 Mill. € 2003.

Eine Rückstellung zur Anpassung des Kaufpreises von Viva Plus habe das Ergebnis 2003 mit 6,4 Mill. € belastet, teilte das Unternehmen mit. 2002 hatte der Konzern dagegen noch einen Sondererlös von fast 30 Mill. € verbucht für den Einstieg von Time Warner bei Viva Plus. Ohne diese verzerrenden Effekte hätte das Ebita im vergangenen Jahr rund zwei Mill. € betragen, im Jahr zuvor minus 3,7 Mill. €.

Den Konzernumsatz bezifferte Viva mit 114 (Vorjahr: 113) Mill. €. Dieser werde auch 2004 stabil bleiben, hieß es ausblickend. Das Betriebsergebnis werde sich dagegen deutlich verbessern. Eine konkrete Prognose dazu gab das Management zunächst jedoch nicht. Die Aktie der Viva Media AG notierte am Nachmittag mit gut 0,5 % im Minus bei 9,00 €.

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