2005 weiteres Wachstum erwartet
Springer verbucht Rekordergebnis

Der größte europäische Zeitungskonzern Axel Springer („Bild“, „Welt“) hat 2004 nach eigenen Angaben trotz der schwierigen Lage auf dem Medienmarkt das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte erzielt.

HB BERLIN. Das operative Ergebnis stieg nach der Bereinigung um Sondereffekte auf 335,8 Mill. € (Vorjahr: 215,4 Millionen), wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Beim Umsatz legte Springer um 3,5 % auf 2,402 Mrd. € zu. Für das laufende Jahr rechnet das Verlagshaus bei Umsatz und Ergebnis mit einem leichten Plus.

Vorstandschef Mathias Döpfner zeigte sich auf der Bilanz- Pressekonferenz in Berlin über das vergangene Geschäftsjahr sehr zufrieden. Zugleich äußerte er die Erwartung, dass sich die allgemeine Wirtschaftslage spätestens im Jahr 2006 nachhaltig bessern werde. „Wir werden eine Konjunkturwende erleben“, sagte Döpfner. Beim Stellenmarkt - einem wichtigen Frühindikator - habe sich das Geschäft bereits belebt. Auch im Anzeigengeschäft sei der „Konjunkturwinter“ vorbei.

Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) konnte Springer den bisherigen Rekordwert aus dem Jahr 1998 übertreffen. Der Rekord wurde allerdings nur durch eine Sonderzahlung von 60,3 Mill. € aus einem Vergleich mit dem insolventen Medienkonzern Kirch ermöglicht. Auch ohne diese Zahlung hätte das Ergebnis aber um knapp 38 Mill. € über dem Vorjahr gelegen. Unterm Strich blieb ein Konzernüberschuss von 147,5 Mill. € (2003: 111,6 Millionen) übrig.

Döpfner betonte, dass die Rekordzahlen trotz hoher Anlaufkosten in neue Projekte wie „TV Digital“ oder „Frau von heute“ erreicht worden seien. Dazu trugen die wichtigsten Springer-Blätter „Bild“ und „Bild am Sonntag“ bei, die wieder Rekord-Ergebnisse erwirtschafteten. Auf eine Prognose, wann der Verlustbringer „Welt“ erstmals in die Gewinnzone kommt, ließ sich Döpfner nicht festlegen. Auch auf Spekulationen, wonach Springer in Deutschland eine Gratis-Zeitung plant, wollte der Vorstandschef nicht näher eingehen.

Im Ausland kamen Titel wie das Boulevardblatt „Fakt“ in Polen oder die Zeitschriften „Forbes“ und „Newsweek“ in Russland hinzu. Zugleich eröffnete Springer eine Repräsentanz in China, um den dortigen Markt zu sondieren. Der Einstieg in diesen „extrem interessanten, aber auch extrem schwierigen Markt“ werde aber nur stufenweise erfolgen.

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